Spätfolgen der Flutkatastrophe Haus in Swisttal droht einzustürzen

Swisttal-Odendorf · In Swisttal-Odendorf sind Orbach- und Odinstraße gesperrt. Grund ist ein Haus, das infolge der Flut einzustürzen droht.

Dieses Haus in Odendorf droht einzustürzen.

Dieses Haus in Odendorf droht einzustürzen.

Foto: Juliane Hornstein

Ein von der Flutkatastrophe vor fast drei Jahren beschädigtes Haus in Swisttal-Odendorf ist akut einsturzgefährdet. Darüber informierte die Gemeinde Swisttal am Mittwochabend. Aus Sicherheitsgründen sind daher im Bereich der Kreuzung die Odinstraße und die Orbachstraße gesperrt. Die Einbahnstraßenregelung ist in diesen Straßen aufgehoben. Derzeit sind es Sackgassen ohne Wendemöglichkeit. Fußgänger können an der Odinstraße an der gegenüberliegenden Seite des betreffenden Hauses vorbeigehen. Die Orbachstraße ist auch für Fußgänger gesperrt.

Meldungen, das betreffende Haus könne einstürzen, gab es seit der Flut mehrfach – inklusive Sperrung der Straßen. Schon direkt nach der Katastrophe hatte das Technische Hilfswerk dabei geholfen, das Gebäude abzustützen. Bisher war es aber immer wieder freigegeben worden. Seit einiger Zeit waren dann die Sanierungsmaßnahmen angelaufen, denn das Haus gilt wegen erhaltenswerter Kölner Decken als Denkmal. Allerdings war es wegen seiner Lage direkt am Orbach auch massiv vom Hochwasser betroffen.

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Denkmal kann nicht erhalten werden

Vor wenigen Tagen hatte der Eigentümer allerdings festgestellt, dass Teile im Dachbereich eingestürzt waren. Er informierte den Bürgerverein Odendorf, der einen Gutachter organisierte. Kai Imsande vom Bürgerverein berichtete, dass er am Mittwoch mit dem Gutachter im Haus gewesen sei. Der habe bestätigt: Das Haus ist akut einsturzgefährdet. Darauf habe Imsande das Bauamt in Siegburg informiert. Kurz darauf war schon die Feuerwehr vor Ort, um alles abzusichern.

Angesichts des Zustandes soll das Haus nun baldmöglichst abgerissen werden. Eigentümer und die Gemeinde als untere Denkmalbehörde hätten sich darauf verständigt. „Das Denkmal kann so nicht erhalten bleiben“, erklärte dazu Bürgermeisterin Petra Kalkbrenner. Wann der Abriss erfolgt, sei aber noch nicht bekannt. Der Eigentümer müsse ein Unternehmen beauftragen. Sie bedauerte es. Denn der Eigentümer sei mit einem Sanierungskonzept und den Arbeiten auf einem guten Weg gewesen. „Wir danken allen, die sich für das Gebäude eingesetzt haben“, so die Bürgermeisterin.

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