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Swisttal-Heimerzheim: Geflutete Schulen suchen Übergangslösungen

Brandbrief aus Heimerzheim : Schulen melden Raumnot nach Flut und bitten um Übergangsgebäude

Die Gesamtschule und die Swistbachschule in Heimerzheim sind unbenutzbar geworden. Hunderte von Schülern brauchen eine Interimslösung. Die Schulleitungen bitten die NRW-Regierung um die Nutzung des Aubildungsstandortes der Bundespolizei in Heimerzheim.

Mit einem Hilferuf richten sich Verantwortliche der Gesamtschule Swisttal und der Swistbachgrundschule an Nordrhein-Westfalens Bau-Ministerin Ina Scharrenbach, Schulministerin Yvonne Gebauer sowie Ministerpräsident Armin Laschet. Die Forderungen: Die versprochene Containerschule soll zügig stehen, übergangsweise soll das Ausbildungsgebäude der Bundespolizei genutzt werden.

„Die Grundschule in Heimerzheim ist vollständig zerstört“, schreiben die Initiatoren um Gesamtschulleiterin Sybille Prochnow Penedo und Grundschulleiterin Angela Peters mit Verweis auf die Schäden, die die Swistbachschule nach der Hochwasser-Katastrophe davongetragen hatte. Eine Beschulung der Grundschulkinder mache daher eine rasche Umsetzung der Containerlösung auf dem Gelände der Gesamtschule nötig. Die Forderung der Schulleiterinnen: „Bitte tun Sie alles in Ihrer Macht Stehende, um die vergaberechtlichen Hürden in Zusammenarbeit mit unserer Gemeinde zu bewältigen.“

845 Familien in Heimerzheim und Umgebung betroffen

Die räumliche Situation vor Ort sei derart angespannt, dass das neue Schuljahr für 845 Familien in Heimerzheim und Umgebung möglicherweise mit Wechselunterricht starten muss. „Denn die 348 Grundschulkinder und 497 Gesamtschulkinder und Jugendlichen müssen sich in einem Schichtmodell das Schulgebäude der Gesamtschule Swisttal so lange teilen, bis die Containerschule da ist“, heißt es in dem Schreiben.

Daher die Idee: Das Ausbildungsgebäude der Bundespolizei soll als Interimslösung dienen und Platz schaffen. „18- bis 21-jährige Auszubildende sind mobil und können für eine Übergangszeit an einem anderen Standort untergebracht werden. Nicht aber die Erst- und Zweitklässler“, wird die Schulpflegschaftsvorsitzende der Gesamtschule Swisttal, Andrea Rang, zitiert.

Laut Schulleitung gestattet die aktuell relativ entspannte Corona-Lage „vollen Präsenzunterricht“. Aus Platznot „müssen unsere Schüler erneut in den Wechselunterricht“, so die Initiatoren. Ihr Fazit: „Das ist eine gesellschaftliche Bankrotterklärung!“ Ziel müsse es sein, vollen Präsenzunterricht für beide Schulen sicherzustellen.