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Winter in der Region: Swisttal ist gerüstet

Winter in der Region : Swisttal ist gerüstet

Wenn bald die ersten Glatteiswarnungen oder Schneevorhersagen kommen, stürzt das die 21 Männer vom Swisttaler Bauhof nicht in Panik. Die Leute von Stefan Schumacher sind gerüstet für den Winter, der Dienst läuft bei Schnee und Glätte in zwei Schichten. Jeder weiß, wann er wo auf dem 50 Kilometer umfassenden Straßennetz und den zehn Hektar umfassenden öffentlichen Plätzen zu streuen hat.

Bereits jetzt machen die Mitarbeiter die Anlagen in der Gemeinde fit für den Winter. Torsten Clemens und Matthias Pingen stellen beispielsweise den fünf öffentlichen Brunnen in Heimerzheim am Fronhof, in Buschhoven an der Schmittstraße, in Morenhoven, Ollheim und Odendorf das Wasser ab und bauen die Pumpen aus. Das einfach deshalb, damit die Rohre bei Frost nicht platzen. Die Wassertröge werden mit Holzabdeckungen verschlossen. Je nach Witterung werden die Brunnen im März oder April wieder in Betrieb genommen.

Aus demselben Grund klemmt Bauhofmitarbeiter Helmut Schumacher auf den Friedhöfen das Wasser ab. Die Leitungen sollen nicht durch frierendes Wasser gesprengt werden. Erst im Frühjahr können die Bürger dann wieder ihre Gießkannen, mit denen sie die Grabbepflanzungen bewässern, füllen. Schumacher schraubt auch die Wasseruhren in den Schächten ab, damit diese keine Frostschäden erleiden.

Schumacher und seine Kollegen Florian Wirtz und Wolfgang Wollenweber sind auch für die Pflege und den Schnitt der öffentlichen Grünanlagen sowie auf den Friedhöfen zuständig. Gerade jetzt zu den Trauertagen im November entfernen sie auch das herabgefallene Laub von den Gehwegen. Auch ein letzter Grasschnitt ist noch vorgesehen. In Abstimmung mit dem Heimat- und Verschönerungsverein Buschhoven erledigt der Bauhof auch Arbeiten am Weiher, die der Verein nicht leisten kann, weil er die Geräte nicht hat oder weil die Arbeiten zu gefährlich sind, etwa wenn es gilt, Bäume mit der Motorsäge zu beschneiden.

Im Bauhof in Ludendorf lagern 160 Tonnen Streugut - Salz und Lava, die dann mit Flüssigsalz gemischt bei Eis und Schnee zum Einsatz kommen. "An einem Tag mit extremem Schneefall streuen wir etwa acht Tonnen", nennt Stefan Schumacher eine Bezugsgröße. Ab kommenden Montag sind ständig zwei Schichten in Rufbereitschaft. Für die Bauhofmänner herrscht dann Urlaubssperre.

Schumacher hat den Wetterbericht im Auge und lässt bei Temperaturen um den Gefrierpunkt nachts um 3 Uhr neuralgische Punkte, etwa die Autobahnbrücke zwischen Ollheim und Dünstekoven, kontrollieren. Dann entscheidet er über den Umfang des Streudienstes. Zurzeit ist Bauhofmitarbeiter Hans-Peter Lasch dabei, die Technik der Einsatzfahrzeuge, etwa die Streuvorrichtungen, auf ihre Funktionsfähigkeit zu überprüfen. Bisher konnte er keine Mängel feststellen. Der Winter kann also kommen.