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Gemeinde sorgt für Container und Kostenerstattung : Swisttal löst das Bauschutt-Problem

Gemeinde sorgt für Container und Kostenerstattung : Swisttal löst das Bauschutt-Problem

Für viele vom Hochwasser Betroffene ist die Bauschutt-Entsorgung nicht nur anstrengend, sondern auch ein finanzieller Kraftakt. In Swisttal werden nun die Kosten für die Anlieferung von Materialien sowie Sammelcontainern übernommen.

Im Zuge der Hochwasser-Katastrophe und anstehender Aufräumarbeiten bereitet vielen Flut-Opfern die Bauschuttentsorgung Kopfzerbrechen. Denn: Gewöhnlich bleiben Betroffene auf diesen Entsorgungskosten sitzen. Swisttal bietet seinen Einwohnern in Anlehnung an die Zusicherung der NRW-Staatskanzlei, dass das Land die Kosten der Bauschuttentsorgung übernimmt, nun mehrere Optionen an.

„Es können mehrere Wege parallel genutzt werden“, sagt Gemeindesprecher Bernd Kreuer. Bei privater Anlieferung zu einem Entsorger werden einfach die Entsorgungskosten erstattet. Erfolgt die Entsorgung durch einen Containerdienst, werden Container- und Entsorgungskosten erstattet. „Zudem werden an zentralen Punkten in den Ortschaften im Auftrag der Gemeinde Container platziert“, sagt Kreuer.

Gemeinde stellt Sammelcontainer auf

Seit Anfang der Woche werden Container aufgestellt,  die Gemeinde trägt die Kosten dafür. Container stehen in Heimerzheim nahe Am Fronhof oder in der Bach- und Quellenstraße. Sammelcontainer gibt es in Odendorf in der Orbachstraße im Bereich Brücke Schornbusch und nahe Hausnummer 80 sowie in der Essiger Straße. In Essig wird ein Container in der Sternstraße aufgestellt.

Für die Erstattung der Entsorgungskosten steht auf der Internetseite der Gemeinde ein Antragsformular zum Download bereit. Zudem sind Exemplare in der Servicestelle des Rathauses sowie zeitnah auch an den infopunkten in Heimerzheim und Odendorf.

Erstattungen bis zu 2000 Euro

Stellen dürfen den Antrag Grundstückseigentümer, die keine Elementarschadenversicherung haben. Die Regelung gilt Gemeindeangaben zufolge nur für Wohnhäuser. „Die Obergrenze für Erstattungen liegt bei 2000 Euro. Bis zu diesem Betrag werden nachgewiesene Entsorgungskosten zu 100 Prozent erstattet. Darüber hinaus nicht. Für Eigenleistung oder für den Transport mit eigenen Fahrzeugen erfolgt keine Erstattung.“ Ebenso nicht einbezogen werden Kosten für anfallende Abbrucharbeiten. 

Als Bauschutt gelten Bauabfälle, also mineralische Baustoffe wie Beton oder Estrich, aber auch Dämmmaterialien oder Holz. Eine Erstattung erfolge laut Gemeinde „für alle Bauabfälle“. Anfallende Kosten können demnach bis zum 31. August bei der Gemeinde eingereicht und abgerechnet werden.