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Swisttal-Odendorf: Bombe entschärft oder gesprengt - B56 war gesperrt

Fund an der B56 : Weltkriegsbomben in Odendorf erfolgreich gesprengt oder entschärft

Vier 50-Kilo-Fliegerbomben sind am Dienstagmittag auf einem Feld bei Swisttal-Odendorf gefunden worden. Die B56 wurde für mehrere Stunden gesperrt. Entschärft werden konnte allerdings nur eine Bombe, drei mussten gesprengt werden.

Auf einer Fläche bei Swisttal-Odendorf sind am Dienstagmittag vier Fliegerbomben entdeckt worden. Es handelte sich um vier amerikanische 50-Kilo-Fliegerbomben, wie die Bezirksregierung Düsseldorf mitteilte. Der Bereich war nach dem Fund gegen 14 Uhr weiträumig abgesperrt worden. Betroffen war auch die Bundesstraße 56 im Bereich Bendenweg. Anwohner mussten nicht evakuiert werden, teilte die Gemeinde mit. Gegen 18 Uhr war der Einsatz für den Kampfmittelbeseitigungsdienst beendet.

Den Angaben zufolge hatte der Kampfmittelbeseitigungsdienst in den vergangenen Tagen die Fläche außerhalb von Odendorf im Bereich Bendenweg auf Kampfmittel untersucht. Am Dienstag seien dann welche entdeckt worden.

Die Feuerwehr informierte die Haushalte am Bendenweg über den Fund. „Eine Evakuierung von Teilen der Bevölkerung ist aufgrund des Abstands zur Wohnbebauung nicht erforderlich“, hieß es von der Gemeinde. Es kam aufgrund der Sperrungen zu Verkehrsbehinderungen. Die Einsatzkräfte konnten nur eine der vier Bomben entschärfen. Die drei anderen mussten gesprengt werden. Der Grund: Die Kopfzünder beziehungsweise die Kopfschrauben ließen sich nicht entfernen, sagte Stefan Höreth vom Kampfmittelbeseitigungsdienst. Die B56 konnte gegen 18 Uhr wieder freigegeben werden. Der Bendenweg blieb zunächst noch gesperrt, da durch die Explosionen in die Luft geschleuderter Dreck entfernt werden musste. Gegen 18.30 Uhr ist der Bendenweg dann auch wieder freigegeben worden.

Wie die Gemeinde Swisttal mitteilt, wurden bei einer Luftbildauswertung Flächen identifiziert, die einer weiteren Überprüfung bedürften. Die Maßnahme sei der Gemeinde Swisttal bekannt und mit dem Grundstückseigentümer abgesprochen.

Die Pressestelle der zuständigen Bezirksregierung Düsseldorf ergänzte, dass eine Kampfmittelverdachtsfläche von rund 40.000 Quadratmetern Größe untersucht werde. Bei der Detektierung im Dezember habe man 96 Verdachtsmomente festgestellt, die nun von einer Fachfirma im Auftrag des KBD aufgegraben werden. Damit wurde in dieser Woche begonnen, die Arbeiten dauern bis Mitte nächster Woche.

Es könnten sowohl Bombenblindgänger als auch kleinere Kampfmittel gefunden werden. Im Bereich des heutigen Bendenweges wurde 1938/39 ein Feldflughafen angelegt. Er war das Ziel der Bombenteppiche, die am 10. Januar 1945 über Odendorf niedergingen. Das Feld ist ein normaler Acker, kein Baugebiet oder geplantes Baugebiet.