Aus der Römerzeit Auswertungen der Funde in Odendorf bestätigen Matronenheiligtum

Swisttal-Odendorf · Ausgrabungen nahe Swisttal-Odendorf haben den Bonner Archäologie-Professor Frank Rumscheid schon länger vermuten lassen, dass hier zu Zeiten der Römer ein Matronenheiligtum stand. Nun sind die Funde ausgewertet. Was es mit den Gebäuden und den Skelettresten auf sich hat.

 So sehen die Funde aus, die bei Swisttal-Odendorf gemacht wurden. Die Experten erkennen daran die Fundamente einer Basilika, in diesem Fall die Eingangseite.

So sehen die Funde aus, die bei Swisttal-Odendorf gemacht wurden. Die Experten erkennen daran die Fundamente einer Basilika, in diesem Fall die Eingangseite.

Foto: Frank Rumscheid

Von den faszinierenden Gebäuden, die einst nahe dem heutigen Odendorf gestanden haben, ist oberflächlich nichts mehr zu sehen. Der Boden deckt alles sauber ab. Auch unter der Erde zeugen nur Reste von den vier Gebäuden, die schon seit einigen Jahren die Archäologen beschäftigen. Denn diese und die im selben Bereich entdeckten Fundstücke belegen, dass hier vor rund 2000 Jahren ein Matronenheiligtum stand. Matronen sind antike Muttergottheiten. Frank Rumscheid, Archäologie-Professor an der Universität Bonn, ordnet es nach Baubestand und Größe zwischen den lange bekannten Matronenheiligtümern ,Görresburgʻ bei Nettersheim und ,Heidentempelʻ bei Nöthen ein. Was genau sich aus den Funden zweier Lehrgrabungen 2015 und 2019 ableiten lässt, hat er unter anderem bei einem Vortrag im Odendorfer Zehnthaus erläutert. Auch mit dem GA sprach er über seine Arbeit.