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Schulen in Swisttal: Swisttals Grundschulen brauchen mehr Platz

Schulen in Swisttal : Swisttals Grundschulen brauchen mehr Platz

Die Swisttaler Politik beschließt Containerklassen als Übergangslösungen für die Grundschulen in Buschhoven, Heimerzheim und Odendorf.

Die Frage, die die Eltern der Odendorfer Grundschüler am häufigsten stellen, konnte Swisttals Beigeordneter Hans Dieter Wirtz im Schulausschuss nicht beantworten: Wann geht es tatsächlich los mit dem Neubau? „Ich kann Ihnen heute kein Datum nennen“, bedauerte Wirtz. Aber „wahrscheinlich“ werde es „eher im nächsten Sommer“ losgehen. Damit würde sich die Zeitplanung für den Bau des Multifunktionsgebäudes für Grundschule und OGS, Dorfsaal und Gymnastikhalle ändern, die im September vergangenen Jahres in der gemeinsamen Sitzung von Bauausschuss und Schulausschuss dargestellt worden war.

Baubeginn verzögert sich

Demnach war der Umzug der Schule in Übergangsräume in Modulbauweise für die Winterferien 2021 oder die Osterferien 2022 vorgesehen mit einer Bauzeit bis Sommer 2024. Wirtz betonte jetzt im Schulausschuss, dass das Projekt „nicht in Frage“ stehe. Die Entwurfsplanung des Objektplaners sei inzwischen fertig und solle in einer weiteren gemeinsamen Sitzung von Bauausschuss und Schulausschuss vorgestellt werden.

Wie berichtet, waren nach Gesprächen mit der AG Dorfhaus und der Steuerungsgruppe der Grundschule wesentliche Veränderungen gegenüber der ursprünglichen Machbarkeitsstudie notwendig geworden. Konkret wurde der Raumbedarf auf 1700 Quadratmeter erhöht, weil die Grundschule mit zwölf Klassen vollständig dreizügig werden wird. Damit wird auch der Vollausbau des dritten Obergeschosses auf dem Gebäudeteil längs der Flamersheimer Straße notwendig. Entsprechend angepasst wurde der Raumbedarf der Offenen Ganztagsschule.

11,7 Millionen Euro Kosten

Die Gesamtkosten hatte das beauftragte Architekturbüro auf 11,73 Millionen Euro berechnet, davon entfallen 79 Prozent beziehungsweise 9,29 Millionen Euro auf den Teilbereich Schule und 21 Prozent beziehungsweise 2,463 Millionen Euro auf den Bereich Dorfhaus. Im Entwurf des Doppelhaushaltes 2021/2022 sind an Landeszuweisungen für den Multifunktionsbau aus dem ISEK-Programm (Integrierte Städtebauliche Entwicklung) als Planungsansätze vorgesehen für 2022 rund 990 000 Euro, für 2023 rund 450 000 Euro, für 2024 rund 540 000 Euro und für 2025 rund 450 000 Euro.

Für die Raumnot an der Grundschule Buschhoven gibt es noch keine dauerhafte Lösung. Dies vor allem deshalb, weil die dort vorhandene Grundstücksfläche mitten im Ortskern „schon ausgereizt“ ist, wie der Beigeordnete Wirtz sagte. Laut Schulentwicklungsplan wird die Grundschule am Burgweiher bis 2022 um zwei weitere Klassen wachsen. Derzeit liegen 61 Anmeldungen für das kommende Schuljahr vor, sodass eine dritte Eingangsklasse gebildet werden muss. Ab dem darauffolgenden Schuljahr 2022/2023 wird die Schule dauerhaft insgesamt elf Klassen haben. Damit bleibt auch der Bedarf an zwei zusätzlichen Klassenräumen, die durch den Kauf von zwei Klassen-Containern gelöst werden soll. Wo diese allerdings aufgestellt werden könnten, ist laut dem Beigeordneten noch nicht klar. Es werde überlegt, eine Fläche hinzu zu kaufen.

Vier Züge reichen nicht

Die Grundschule Heimerzheim wird nach dem Schulentwicklungsplan ihr Maximum im Schuljahr 2024/2025 erreichen und dann viereinhalbzügig sein. Konrektorin Angela Peters fürchtete angesichts der vorliegenden Anmeldezahlen für das kommende Schuljahr, dass es „wahrscheinlich mit vier Zügen nicht getan“ sein könnte und fragte nach den für das neue Schuljahr angekündigten Containerklassen. Wirtz versicherte, dass die Container nach den Sommerferien zur Verfügung stehen würden. Wie berichtet, soll die Grundschule in das jetzige Gebäude der Sekundar- beziehungsweise Gesamtschule einziehen, wenn deren Neubau fertig ist.