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Glosse zu einem französischen Hundeklo: Toilette pour chiens

Glosse zu einem französischen Hundeklo : Toilette pour chiens

Es gibt Lösungen, sie sind ebenso genial wie einfach. Eine solche hat GA-Mitarbeiterin Gerda Saxler-Schmidt bei einem Besuch der Swisttaler Partnerstadt Quesnoy-sur-Deûle entdeckt. Ein Hundeklo - durchdacht und serviceorientiert für Herrchen und Vierbeiner.

Was der aufmerksame Beobachter am Wegesrand so alles wahrnimmt, geht schon mal über das hinaus, was der Stadtführer der Aufmerksamkeit der Besucher empfiehlt. Gerade eben noch lag der Fokus auf dem Standort des ehemaligen Schlosses am Ufer der Deûle in Swisttals Partnerstadt Quesnoy-sur-Deûle. Schon wird er wenige Schritte weiter angezogen von einem neuzeitlichen Bauwerk, das von Stadtführerin und Gruppe unbeachtet bleibt: ein Hundeklo. Klingt banal, ist es aber nicht. Denn es ist nicht irgendein Hundeklo, vielmehr ein wirklich durchdachtes und serviceorientiertes Angebot für die Lebewesen an beiden Enden der Leine.

Begrenzt von dicken Kanthölzern, lässt die etwa drei Quadratmeter große „toilette pour chiens“ gefüllt mit grobkörnigem Sand kein Bedürfnis unbeachtet. Die Hunde haben etwas zum Schnüffeln und etwas zum Scharren, bevor und nachdem sie ihr „caca des chiens“ erledigt haben. Und die Hundebesitzer können sich zur Beseitigung der Hinterlassenschaft hygienisch einwandfrei einer Metallschaufel bedienen, die zwecks Diebstahlprophylaxe an einer dicken Metallkette an einem Pfosten befestigt und lang genug ist, um alle Ecken zu erreichen.

Um den Service komplett zu machen, steht gleich daneben ein Spender für Hundekotbeutel und entsprechendem Entsorgungsbehälter. Wer jetzt neidvoll über den Zaun zum Nachbarland blickt, kann sich Hoffnungen machen: Es gibt bereits Pläne, das Serviceangebot zu kopieren. Ein erster Prototyp könnte bald am Buschhovener Burgweiher stehen.