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Wo sollen künftig Supermärkte in Swisttal hin?

Einzelhandel in Swisttal : Wo sollen Supermärkte in Swisttal hin?

Die Politik beschäftigt sich mit dem Einzelhandelskonzept der Gemeinde Swisttal. Dabei liegt der Fokus auf drei Orten.

Der Einzelhandel in der Gemeinde Swisttal hat sich verändert und wird sich in naher Zukunft noch weiter verändern. Die Gemeinde will aber die Entwicklung steuern. Das Instrument für die Planung künftiger Entwicklungen ist ein Einzelhandelskonzept.

Es stammt allerdings aus dem Jahr 2009 und muss deshalb fortgeschrieben werden. Damit beauftragt ist das Büro BBE Handelsberatung, das der Kommunalpolitik bereits im November 2019 einen Entwurf zur Beratung vorgelegt hatte (GA berichtete).

Drei Standorte im Blick

BBE nimmt insbesondere die Entwicklung des Einzelhandels in den großen Ortsteilen Heimerzheim, Buschhoven und Odendorf in den Fokus und gibt Empfehlungen für zentrale Versorgungsbereiche in den Ortschaften. Vor allem soll sich die Nahversorgung an diesen drei Standorten weiterentwickeln.

Die Veränderungen im Einzelhandel: Der Edeka-Markt im Buschhovener Zentrum ist geschlossen, ebenso der benachbarte Plus-Markt sowie Schlecker in der Alten Poststraße. Ein neuer Netto-Markt hat sich am Ortsrand etabliert. In Heimerzheim ist der Edeka-Markt an der Kölner Straße verschwunden, in die Geschäftsräume ist ein Pflanzenmarkt eingezogen. Aldi will sich vergrößern und attraktiver werden, was aber am bisherigen Standort im Gewerbegebiet Dützhofer Straße jedoch nicht möglich ist. Deshalb sind Umzug und Vergrößerung auf 1200 Quadratmeter Verkaufsfläche im Fachmarktzentrum am Metternicher Weg geplant.

Ein DM-Markt für Heimerzheim

Dort ist auch eine Neustrukturierung und bestandssichernde Weiterentwicklung der Nahversorgung geplant. Der vorhandene Rewe mit seinen derzeit 1300 Quadratmetern Verkaufsfläche soll auf maximal 1800 Quadratmeter erweitert werden, indem die 500 Quadratmeter Verkaufsfläche des KiK-Bekleidungsmarktes als Rewe-Getränkemarkt umgenutzt werden. Der KiK-Markt wiederum soll in einen Neubau umziehen und auf 600 Quadratmeter Verkaufsfläche erweitert werden. Ebenfalls in einen Neubau umziehen und auf maximal 1050 Quadratmeter vergrößert werden soll der Netto-Markt. Neu hinzu kommen ein DM-Drogeriemarkt mit maximal 800 Quadratmetern Verkaufsfläche und ein sogenannter Non-Food-Discounter.

 In Odendorf wird der zentrale Versorgungsbereich entlang der Flamersheimer/Essiger Straße definiert und über die Bahntrasse hi­naus ins Gewerbegebiet erweitert. Dort haben sich bereits Aldi, Rossmann und ein Getränkehandel angesiedelt.

Der Betreiber des bestehenden Edeka-Marktes, der sich im Ortskern nicht bestandssichernd erweitern kann, will dort auf einem ungenutzten Areal im Kreuzungsbereich Odendorf/Essiger Straße neu bauen. Für die Odinstraße wird aufgrund der kleinteiligen Grundstücks- und Gebäudestruktur nur in Einzelfällen eine Wiederbelebung erwartet.

Keine Einwände der Bürger

 Für Buschhoven/Morenhoven soll neben der Ortsmitte auch der Nahversorgungsstandort in der Straße Am Fienacker gesichert und weiterentwickelt werden. Allerdings können auch weitere Standorte mit Wohngebietsbezug weiterentwickelt werden, wenn sie der wohnungsnahen Versorgung dienen und keine städtebaulich negativen Auswirkungen haben.

Verbunden mit der Fortschreibung des Swisttaler Einzelhandelskonzepts ist die Berichtigung des Flächennutzungsplans, um die Veränderungen der zentralen Versorgungsbereiche anzupassen. Inzwischen ist das Beteiligungsverfahren von Öffentlichkeit sowie Behörden und sonstiger Träger öffentlicher Belange abgeschlossen.

Vonseiten der Öffentlichkeit, also von Swisttaler Bürgern, sind keine Anregungen oder Bedenken eingegangen, wie die Gemeindeverwaltung mitteilt.

Die Anregungen und Einwendungen von Behörden und anderen Trägern öffentlicher Belange werden in der Sitzung des Planungs- und Verkehrsausschusses am Donnerstag, 24. September, 17.30 Uhr, im Ratssaal des Rathauses in Ludendorf beraten und dem Gemeinderat zum Beschluss als städtebauliches Entwicklungskonzept empfohlen.