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Zu wenig Platz im Rathaus: Bürocontainer gegen die Raumnot in Swisttal

Zu wenig Platz im Rathaus : Bürocontainer gegen die Raumnot in Swisttal

Für viel Geld will die Gemeinde Bürocontainer kaufen, um Bürokapazitäten zu schaffen. Das grundsätzliche Problem mit dem Swisttaler Rathaus ist damit aber nicht gelöst.

Für 850 000 Euro will die Gemeinde Swisttal Container für die Erweiterung des Rathauses in Ludendorf kaufen. So sollen zwölf bis 14 Büroplätze sowie mindestens ein Besprechungsraum geschaffen werden.

Grundlage für den Vorschlag, den die Verwaltung dem Haupt-, Finanz- und Beschwerdeausschuss macht, seien die Beratungen der interfraktionellen Projektgruppe „Zukunftsfähiges Rathaus“, heißt es  von der Gemeinde. Man sei sich einig, aufgrund der Raumsituation zeitnah Schritte zur Auslagerung von Büroräumen zu machen. Die Module in Holzbauweise könnten später in einen Rathaus-Neubau integriert oder an anderen Stellen für etwa Schulen oder Kitas eingesetzt werden.

Rathaus ist in die Jahre gekommen

Seit Jahren diskutieren Verwaltung und Politik, wie die Raumnot im Rathaus gelöst werden kann. Einigkeit besteht darin, dass das in die Jahre gekommene Rathaus in mehrfacher Hinsicht nicht mehr den heutigen Anforderungen entspricht: Es ist nicht barrierefrei, der Datenschutz  ist nicht gewährleistet, die Anforderungen der Arbeitsstättenverordnung können ebenso wenig eingehalten werden wie die Vorgaben der gesetzlichen Unfallversicherung.

Jüngst war der Verwaltung bescheinigt worden, dass etwa im Trakt des Sozialamtes die zu kleinen Büros nicht für zwei Mitarbeiter zulässig seien, sondern nur für jeweils einen allein. Im Gespräch waren Sanierung und Erweiterung des Gebäudes oder ein Neubau auf einem gemeindeeigenen Grundstück.

Neubau wäre wirtschafticher

Laut der  Untersuchung eines beauftragten Büros wäre ein Neubau wirtschaftlicher, allerdings wurde fraktionsübergreifend kritisiert, dass etwa die Digitalisierung der Verwaltung mit einem möglichen geringeren Platzbedarf nicht berücksichtigt worden sei.

Die daraufhin gegründete Projektgruppe konnte sich nicht auf einen möglichen Standort für einen Neubau einigen. Infrage käme das Grundstück gegenüber dem jetzigen Rathaus. Für Udo Ellmer (Grüne) muss aber das Rathaus dahin, wo die meisten Bürger wohnen: nach Heimerzheim. sax

Der Haupt-, Finanz- und Beschwerdeausschusses tagt am Dienstag, 24. November, 17.30 Uhr, im Rathaus (Ratssaal).