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15. Wachtberger Kulturwochen​: Mobiler Garten mit facettenreicher Bewegung​

15. Wachtberger Kulturwochen : Mobiler Garten mit facettenreicher Bewegung

Ganz schön abgefahren: Einen mobilen Garten sollen die Kunstmaschinen am Freitag und Samstag bei den 15. Wachtberger Kulturwochen präsentieren.

Als fließend bewegt, skurril, lustig oder total abgefahren hatten begeisterte Betrachter Willi Reiches Kunstmaschinen schon bezeichnet. In einer Zusammenarbeit mit den professionellen Tänzern Lotta Svalberg und Pascal Sani zeigt er in deren Garten während der 15. Wachtberger Kulturwochen im gemeinsamen Projekt Moving Garden seine originelle kinetische, meist metallene Kunst zur Performance des Wachtberger Tänzerduos.

Auf der rund 5000 Quadratmeter großen Fläche am Godesberger Bach erleben Besucher in dieser Form erstmals das Zusammenwirken von darstellender und bildender Kunst. „Wir tanzen seit 1989 zusammen“, erzählte Wahl-Wachtbergerin Svalberg vom langjährigen beruflichen und zugleich privaten Duo mit ihrem Mann Sani. Normalerweise seien sie mit ihren Performances und Show-Acts in der ganzen Welt, beispielsweise bei großen Veranstaltungen oder in Opernhäusern, unterwegs.

Nachdem sie pandemiebedingt etwas mehr Zeit zu Hause verbracht hatten, nutzten sie die Gelegenheit, sich verstärkt mit ihnen bekannten Künstlern in der Nachbarschaft auszutauschen. So kam die Idee zum gemeinsamen Event auf.

Der ebenfalls in Pech lebende Reiche und seine Lebensgefährtin, Diplom-Designerin Tania Beilfuß, kuratierten für die bewegte Ausstellungs-Performance-Kombination unter anderem mit den Werken Holy Prong, Oh my deer oder der mobilen Klangstation Idiophonie eine gelungene Mischung aus Kunstmaschinen.

Während einer Führung des Künstlers durch die Ausstellung gewährt Reiche einen Einblick in die Entstehung seiner Werke. Zumeist aus bereits gebrauchtem Material entstanden, verarbeitet der Wachtberger mit verschiedenen Handwerkstechniken Metall und weitere Materialien zu beachtlichen, originellen Gesamtwerken.

Der Fokus des Künstlers liegt dabei immer auf seiner ihm eigenen Ausdrucksweise, gewürzt mit einer gehörigen Prise Humor. „Jeder Mensch hat seine eigene Betrachtung meiner Werke“, antwortete Reiche einmal auf die Frage, wie er sich den Blick der Besucher auf seine Kunstmaschinen wünscht.

Wertschätzung ausgedienter Gegenstände

Wichtig seien ihm bei jedem Machwerk die Wertschätzung auch ausgedienter Dinge, die er sammelt und ästhetisch in einem neuen Kontext inszeniert, so Beilfuß. Dabei entstünden oftmals auch auf den ersten Blick kuriose Werke.

In der Performance Magic Mover „Buchsbaum“ zeigt Tänzer Sani eine naturbezogene Interaktion mit den Kunstmaschinen. Svalberg präsentiert auf der großen Bühne und bei den Kunstwerken im Moving Garden ein tänzerisches Spiel mit fließenden Bewegungseffekten.