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Spielplätze in Wachtberg: Beim neuen Spielplatz ist noch Luft nach oben

Spielplätze in Wachtberg : Beim neuen Spielplatz ist noch Luft nach oben

In Pech planen Anwohner, Politiker und Verwaltung seit vier Jahren eine Freizeitfläche für Jung und Alt. Bislang ist nur ein Teil fertig

Ortstermine und Gespräche mit den Eltern, nach denen Sabine Killmann (Grüne) fragte, hätten bereits stattgefunden, sagte der Beigeordnete Swen Christian. Die Verwaltung warte auf die in der Ortsvertretung angekündigten Informationen, um den Prozess weiter voranzutreiben. In der Zwischenzeit war auf dem Spielplatz ein großer Holzspielbereich aufgebaut worden, der Bürgermeister Jörg Schmidt zufolge gut angenommen wird.

Manuel Lengrüsser, zugleich Mitglied der Wachtberger Grünen und Vorsitzender des Leichtathletikvereins Wachtberg, hatte im Vorjahr in einer Präsentation verschiedene Vorschläge unterbreitet und wollte in einem Workshop mit den Eltern die gewünschte Gestaltung fixieren. „Dazu ist es wegen Corona nicht mehr gekommen“, sagte Lengrüsser auf Anfrage des General-Anzeigers. Ziel bleibe es in jedem Fall, einen Freizeitraum für Menschen „zwischen zwei und 102 zu schaffen.“ Möglich seien Boulder- und Kletterelemente, die Einrichtung eines Multifunktionsfelds mit zwei Basketballkörben und zwei Toren sowie eines Callanetics-Bereichs mit Geräten, an denen man allein unter Ausnutzung des eigenen Körpergewichts trainieren könne. Sicherheitsstandards wie geringe Fallhöhen seien berücksichtigt, so Lengrüsser. „Das muss nicht alles auf einmal sein, das kann man auch modular aufbauen.“ Schritt für Schritt könnte so an der Turnhalle in Pech ein Bereich mit hohem Freizeitwert für alle Bürger ebenso wie eine für die Schulen und Vereine sinnvoll nutzbare Fläche entstehen.

Für Lennarz klang das ursprünglich vielversprechend. Von den „langatmigen Vorgängen“ sei sie jedoch ebenso wie viele andere Eltern in der Zwischenzeit frustriert. Ihrer Meinung nach seien solche Vorgänge ein Grund für Politikverdrossenheit in der Gesellschaft. Der erste Vorschlag nach den ersten Bemühungen der Initiative sei von den Gremien als zu teuer abgelehnt worden. Auch danach wurden „viele Versprechen nicht eingehalten“, so Lennarz. Laut ihr hätten sich die Eltern in jedem Fall das noch fehlende zweite Tor und den noch fehlenden zweiten Basketballkorb gewünscht. Ebenso wünsche man sich die vorgeschlagenen Kletterelemente an der Turnhallenwand und den in geringer Höhe angelegten Sportbereich, den man unter anderem auch für eine Slackline nutzen könne.

Dass die Alanus-Hochschule, wie zwischenzeitlich diskutiert, Teile des Platzes mitgestaltet, habe sich nicht realisieren lassen, sagte Pressesprecherin Margrit Märtens. Aus gut informierten Kreisen hieß es, dieser Plan sei infolge eines Personalwechsels innerhalb der Hochschule vom Tisch.