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Villiprott: Bouleplatz entsteht am Beckers Kreuz  

Villiprott : Bouleplatz entsteht am Beckers Kreuz  

Ein Bouleplatz entsteht neben neben dem Sportplatz des SC Villip. Läuft alles so wie geplant, ist der Platz schon Anfang Dezember fertig. Das neue Freizeitangebot richtet sich an die ganze Familie.

Schweres Gerät wurde vor zwei Jahren am Sportplatz in Villiprott aufgefahren, um mit Unterstützung der Vereinsmitglieder des SC Villip einen Kunstrasenplatz für die Fußballspieler zu schaffen. Bagger sehen Spaziergänger auch jetzt. Allerdings haben die derzeitigen Aktivtäten nichts mit Fußball zu tun. Der Ball oder besser die Kugel ist rund heißt es jedoch auch jetzt. Ein Bouleplatz soll nämlich künftig direkt neben dem Sportplatz als Treffpunkt für Familien und Senioren dienen.

Im Rahmen der Umgestaltung des Platzes zum Kunstrasenplatz habe man die Spielfläche ein Stück verkleinert, erzählte der erste Vorsitzende des SC Villip, Werner Faßbender. Die kleine nach der Umgestaltung übrig gebliebene Freifläche inspirierte den ehemaligen Vorsitzenden Hans-Theo Stratmann zur Idee, hier einen Bouleplatz zu bauen. „Bei der Gemeinde haben wir offene Türen eingerannt“, berichtete der Vorsitzende von der Anfrage bei der Verwaltung. Die nämlich stellt das Baumaterial für das Vorhaben zur Verfügung. Für die Muskeln und Bau-Fachkenntnisse sorgt der Sportclub mit vielen Helfern, die großen Baumaschinen stellt Garten- und Landschaftsbauer Bernd Fischer.

So bewegte Anfang November zum ersten Mal ein Bagger große Mengen Erde und Unterbaumaterial. Am vorletzten Wochenende arbeiteten wieder sieben Mitglieder mit Schaufeln und schwerem Gerät, um die Platzumrandung herzustellen. Unterhaltsame Unterstützung hatte das Team durch Beckers kleinen Hund Emil, der es sich gerne mal im Bagger oder einer Schubkarre bequem machte. Randsteine und Gehwegplatten wurden positioniert und schubkarrenweise Schüttgut transportiert. „Wir gehen davon aus, dass der Platz Anfang Dezember bespielbar ist“, erläuterte Faßbender vom straffen Zeitplan der Aktiven. Weil schon viele Familien und Senioren ihr Interesse an dem aus Frankreich bekannten Spiel bekundet haben, war schon eine eigene Vereinsabteilung für diese Sportart im Gespräch.

Bänke will der Verein ebenfalls noch aufbauen. Die Sitzgelegenheit  soll die Aufenthaltsqualität auch für jene erhöhen, die sich zwischen den Spielen gerne mal ausruhen möchten. „Es soll eine Begegnungsstätte sein für Jung und Alt“, so Faßbender. Auch deshalb soll der Platz im Gegensatz zu abgetrennten Vereinsbereichen jederzeit zugänglich sein. Schön sei außerdem, dass man Boule auch zurzeit problemlos spielen könne, sagte Stratmann, tatkräftiger Helfer aus dem Verein. Der Sport findet an der frischen Luft statt und die Abstände seien auch problemlos einzuhalten.