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Baustellen belasten Verkehr: Brückenarbeiten in Wachtberg überschneiden sich

Baustellen belasten Verkehr : Brückenarbeiten in Wachtberg überschneiden sich

Der Bau an der Pecher Hauptstraße wird erst nach dem Abtragen der THW-Brücke am Grünen Weg fertig. Ortsvertreter befürchtet Verkehrschaos. Bedenken an der Tragfähigkeit der verbleibenden Brücke zerstreut der Landesbetrieb.

Bislang hatte die Verwaltung alles darangesetzt, dass sich die Arbeiten an den beiden im Jahr 2016 vom Unwetter zerstörten Brücken in Pech nicht überschneiden. Die Rede ist von der Brücke an der Pecher Hauptstraße, deren Neubau kurz vor der Vollendung steht, und der Brücke Grüner Weg. Über die letztgenannte Straße rollte der Verkehr bislang über eine Behelfsbrücke des THW über den Godesberger Bach. Diese Brücke wird allerdings am Wochenende des 3./4. Novembers wieder demontiert, um Platz für einen Neubau zu schaffen.

Das Problem ist jedoch: „Es ist jetzt absehbar, dass sich eine kurzzeitige Überschneidung der Arbeiten nicht wird vermeiden lassen“, erklärte Beigeordneter Swen Christian. Bis zuletzt habe man mit Hochdruck daran gearbeitet, dieses zu verhindern, „zumal es ein ausdrücklicher und nachvollziehbarer Wunsch der Ortsvertretung war“.

Ortsvertreter wie Jürgen Kleikamp hatten bis zuletzt Bedenken an dem Zeitplan geäußert und vor einem drohenden Verkehrschaos gewarnt. Anlässlich eines Informationstermins will die Gemeinde an diesem Montag um 16.45 Uhr informieren. Treffpunkt ist die Brücke an der Pecher Hauptstraße.

An den Brücken soll kein Stillstand entstehen

Wegen der Komplexität des Termins zum Abbau der Brücke Grüner Weg, habe die Verwaltung bereits vor Monaten einen Zeitpunkt festlegen müssen, erklärt Christian. „Die ehrenamtliche Unterstützung durch das THW ermöglicht der Gemeinde überhaupt, zeitnah weiterzuarbeiten.“ Allerdings habe der THW-Einsatz vieler Vereinbarungen und damit viel Vorlauf bedurft: „Das THW wird mit rund 70 Menschen vor Ort sein.“

Auch sei man deshalb bemüht gewesen, bei den Arbeiten an den beiden Brücken keinen Stillstand entstehen zu lassen, da beide Projekte von ein und demselben Unternehmen ausgeführt würden: „Stillstände bergen das Risiko von Behinderungsanzeigen durch bauausführende Unternehmen und können schnell Kosten im fünfstelligen Bereich hervorrufen“, betont Swen Christian.

Der aus diesen Notwendigkeiten resultierende Zeitplan habe kaum Luft für Unvorhergesehenes gelassen, da auch ein späterer Termin mit dem THW erst im kommenden Jahr möglich und für die Ehrenamtlichen zumutbar gewesen wäre. Daher sei die enge Termintaktung „die kostengünstigste und zeitsparendste, gleichzeitig aber diejenige Variante mit dem größten Risiko einer ungewollten Überschneidung der Baumaßnahmen“, räumt der Beigeordnete ein.

Ab Dienstag wird der Grüner Weg gesperrt

Aus Sicht der Gemeinde stellt sich die Situation wie folgt dar: Die Vorbereitung des Rückbaus der Brücke Grüner Weg durch das THW werde an diesem Dienstag beginnen. Ab dann wird auch die Straße gesperrt. Der Rückbau selbst findet am ersten Novemberwochenende statt. Einen Tag später sollen die Asphaltarbeiten an der Brücke Pecher Hauptstraße beginnen, um die Straße am 8. November wieder freigeben zu können. Christian betont, dass die Erschließung der gesamten Ortslage Pech durch Rettungsfahrzeuge sichergestellt sei.

Massive Bedenken von Jürgen Kleikamp am Zustand und der Tragfähigkeit der Brücke „Seibachstraße“, über die angesichts der Arbeiten an den beiden anderen Brücken der Ausweichverkehr rollen wird, zerstreute Alfred Sebastian, Abteilungsleiter Betrieb und Verkehr beim zuständigen Landesbetrieb Straßen.NRW: „Wir haben die Brücke einer Sonderprüfung unterzogen und keine Risse oder ähnliches festgestellt.“ Die derzeit eingerichtete einspurige Verkehrsführung sei eine reine Vorsichtsmaßnahme, „da die Brücke nur für Fahrzeuge mit einem Gewicht von 16 Tonnen zugelassen ist.“