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Neue Stelle im Wachtberger Rathaus: Bürgermeister verpflichtet persönlichen Referenten

Neue Stelle im Wachtberger Rathaus : Bürgermeister verpflichtet persönlichen Referenten

Wachtbergs Bürgermeister Jörg Schmidt holt sich für die anstehenden Aufgaben in der Gemeinde Benedikt Bungarten aus Sankt Augustin zur Seite. Neben koordinierenden Arbeiten soll der 23-Jährige vor allem die Digitalisierung des Rathauses vorantreiben.

Erstmals in der Geschichte der Gemeinde Wachtberg erhält ein Bürgermeister einen persönlichen Referenten. Das bestätigte die Gemeinde am Montagmorgen in einer Pressemitteilung, nachdem der GA am Freitag die Thematik angefragt hatte. Demnach hat zum 1. Februar Benedikt Bungarten aus Sankt Augustin seinen Dienst im Rathaus und damit für Jörg Schmidt angetreten. „In erster Linie wird er die Arbeit im Büro des Bürgermeisters koordinieren und den Verwaltungsvorstand bei der Prüfung und Bearbeitung von besonderen strategischen Aufgaben innerhalb und außerhalb der Verwaltung unterstützen“, teilte Gemeindesprecherin Margrit Märtens mit.

Dabei obliege ihm auch die Geschäftsführung des Verwaltungsvorstandes, wozu unter anderem die Vor- und Nachbereitung der Sitzungen, die Schriftführung sowie die Aufbereitung, Recherche und Vorbereitung von anstehenden Themen gehöre. Zudem soll er die Umsetzung von Beschlüssen des Gemeinderates und der Ausschüsse überprüfen. „Aber auch Themen wie die Digitalisierung des Rathauses und der Internetauftritt der Gemeindeverwaltung werden zu seinem Aufgabengebiet zählen“, heißt es weiter in der Pressemitteilung.

Der 23-Jährige ist wie Schmidt CDU-Mitglied

Bungarten, der wie Schmidt CDU-Mitglied ist, bringt nach Einschätzung der Wachtberger durch sein rechts- und wirtschaftswissenschaftliches Studium an der Universität Bonn die notwendige fachliche Expertise mit. Zu seinen Schwerpunkten zählen das Verwaltungsrecht, insbesondere Kommunalrecht, aber auch volks- und betriebswirtschaftliche Themen. Darüber hinaus habe er Erfahrungen in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit gesammelt und als Ratsmitglied in Sankt Augustin bereits starke Berührungspunkte mit der Kommunalpolitik. „Vor diesem Hintergrund wird er an der Schnittstelle zwischen Verwaltung, Bürgerschaft und Politik arbeiten“, so Märtens in der Mitteilung.

Bei den Kommunalwahlen im September war der 23-jährige Bungarten erstmals in den Rat der Stadt Sankt Augustin gewählt worden und hatte für die CDU 40,73 Prozent erzielt. Laut der Internetseite der Augustiner Partei ist er zudem Pressesprecher des Stadtverbandes sowie der Fraktion, Geschäftsführer des Ortsverbandes Niederpleis/Buisdorf/Birlinghoven sowie Pressesprecher des CDU-Kreisverbands Rhein-Sieg und Vorsitzender der Jungen Union Sankt Augustin. Auf Nachfrage erklärte Gemeindesprecherin Märtens, Bungarten behalte seine Ehrenämter weiter und bleibe in Augustin wohnen.

Personalrat stimmt der Stelle zu

Auf seiner eigenen Internetseite verrät der Niederpleiser, was die Liste seiner Tätigkeiten schon vermuten lässt: Nämlich, dass er sich gerne ehrenamtlich engagiert. Und er spielt in seiner Pfarrei ab und an die Kirchenorgel. Zudem, und das dürfte den Bürgermeister besonders interessiert haben, macht er sich in seiner Heimatstadt für die Digitalisierung stark, wenn auch dort für die der Schulen. Denn in der Pressemitteilung erklärte Schmidt: „Gerade die Digitalisierung der Gemeindeverwaltung liegt mir mit hoher Priorität am Herzen. Und das ist eine riesige Aufgabe.“

Weshalb er froh sei, dass man den 23-Jährigen für die Aufgabe des persönlichen Referenten habe gewinnen können. „So verspreche ich mir, dass mit seiner Expertise einige Aufgaben, die wir vor der Brust haben, jetzt angeschoben werden können.“ Der Personalrat habe Bungartens Berufung einmütig zugestimmt. „Das“, so Jörg Schmidt, „ist auch ein Vertrauensvotum, das mich schon sehr freut.“ Gemäß Gemeindeordnung NRW muss diese Stelle weder ausgeschrieben noch die Politik im Vorhinein beteiligt werden.