1. Region
  2. Voreifel & Vorgebirge
  3. Wachtberg

Bienenfaulbrut in Wachtberg festgestellt: Das Kreisveterinäramt hat einen Sperrbezirk errichtet

Bienenfaulbrut in Wachtberg festgestellt : Das Kreisveterinäramt hat einen Sperrbezirk errichtet

In Wachtberg ist in einem Bienenstand die Amerikanische Faulbrut ausgebrochen. Das teilt das Veterinäramt des Rhein-Sieg-Kreises mit. Um die Ausbreitung der Bienenkrankheit zu verhindern, ist ein Sperrbezirk eingerichtet worden, eine entsprechende Tierseuchenverordnung ist veröffentlicht, so der Kreis.

Nach Auskunft von Behörden und Sachverständigen ist der Ausbruch der Krankheit nichts Ungewöhnliches. Demnach bestehe weder für die Imker der Region noch für die Bevölkerung Anlass zur Besorgnis, sofern die erforderlichen Maßnahmen ergriffen werden.

Der Sperrbezirk: Um das betroffene Gebiet wurde in einem Umkreis von circa einem Kilometer ein Sperrbezirk eingerichtet. Er umfasst unter anderem Teile von Meckenheim-Merl, Meckenheim-Steinbüchel, Wachtberg-Adendorf und Wachtberg-Villiprott. Die Zone wird wieder freigegeben, wenn alle Völker untersucht wurden, laut Kreis dauert das mindestens acht Wochen.

Die Maßnahmen: "Das kranke Bienenvolk haben wir sofort abgeschwefelt und mit Bienenkasten entsorgt", sagt Klaus Mann vom Kreisveterinäramt. Dies ist notwendig, da erwachsene Bienen zur Ausbreitung der Krankheit beitragen können. Imker, die im Sperrbezirk Bienenvölker halten, müssen diese (sofern noch nicht geschehen) umgehend beim Kreisveterinäramt melden. "Alle Bienenbestände im Sperrbezirk müssen amtstierärztlich untersucht werden", erläutert Mann. Weiterhin dürfen Bienenvölker ihren Standort im Sperrgebiet nicht verlassen. Außerdem dürfen in diese Zone keine Bienenvölker hineingebracht werden. "Waben, Wachs, Honig und Futtervorräte sowie benutzte Gerätschaften dürfen nur mit bestimmten Auflagen aus den Bienenständen entfernt werden."

Die Betroffenheit: Laut Kreis befinden sich vier Imker im Sperrgebiet. Wie viele Bienenvölker betroffen sind, steht noch nicht fest, man rechnet aber "mit einer überschaubaren Menge". Auf die Honigproduktion habe der Vorfall keinen Einfluss. Dass die Krankheit ausbricht, sei nicht ungewöhnlich, erstaunlich sei nur der späte Zeitpunkt. "Normalerweise passiert das im Frühjahr." In diesem Jahr sei es der erste Fall. "Für Menschen und andere Tiere ist die amerikanische Faulbrut völlig ungefährlich. Auch der Honig kann bedenkenlos verzehrt werden", sagt Mann.

Die Konsequenzen: Die Nachricht vom Auftreten der Faulbrut klinge zunächst dramatisch, sei aber faktisch "keine schlimme Sache", erklärte gestern ein Bienensachverständiger auf Anfrage. Die flächendeckende Informationspolitik des Kreises diene dazu, auch alle Hobbyimker zu informieren, die ihre Tätigkeit nicht immer bei der Behörde angemeldet haben. Sollten Nachbarvölker in geringer Keimzahl betroffen sein, so genüge es, die Waben auszutauschen.

Kontakt: Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt des Kreises, Telefonnummer: 02241/132610.