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Neubauprojekt in Wachtberg: Die Kita braucht noch einen Namen

Neubauprojekt in Wachtberg : Die Kita braucht noch einen Namen

In Villiprott rollen die Bagger. Die Axenfeld-Gesellschaft investiert 1,6 Millionen Euro für eine neue Kindertagesstätte, die im Oktober eröffnet werden soll.

Sieben Jahre nach Schließung des Wichtelhauses erhält Villiprott wieder einen Kindergarten. Am Dienstagmorgen trafen sich sämtliche Beteiligten am neuen Standort „Auf den zehn Morgen“, an dem noch die Bagger das Sagen haben. Bauherr beziehungsweise Erbbauberechtigter der neuen Kita ist die Evangelische Axenfeld-Gesellschaft. Betreiber wird die Gemeinnützige Evangelische Gesellschaft für Kind, Jugend und Familie (KJF) sein.

KJF-Geschäftsführer Jens Holdt stellte Eckpunkte des Projekts vor. „Wir errichten hier einen dreigruppigen Kindergarten in eingeschossiger Bauweise mit Satteldach“, so Holdt. Konkreter wurde Architektin Katrin Geerke: „Alles entsteht in Holztafelbauweise. Die vorproduzierten Holzplatten mit Dämmung werden vor Ort aufgebaut.“ Die Nutzfläche liege bei 530 Quadratmetern, das Außengelände mit Terrasse sei 610 Quadratmeter groß. So bleibt der direkt angrenzende Spielplatz in erster Linie den Kindern aus dem Neubaugebiet vorbehalten. „Auf unserer Außenanlage wird es eigene Spielgeräte für große und kleine Kinder geben“, so Geerke.

Insgesamt 54 Kinder können die Kita, die noch namenlos ist, besuchen; davon 16 Kinder unter drei Jahren und 38 Kinder über drei Jahren. Allerdings erst ab 1. Oktober. „Bislang ist es von Elternseite aber ruhig geblieben“, sagte Sabine Radermacher, Fachbereichsleiterin Bildung, Jugend und Sport bei der Gemeinde Wachtberg, in punkto möglicher Beschwerden. Sowohl bei ihr wie beim Träger gibt es schon erste Anfragen. Um die Kinder werden sich laut Melanie Rebmann-Rübo, fachliche Leitung bei der KJF, zehn Mitarbeiter in Voll- und Teilzeit kümmern. „Und ab 1. April ist Fabio Sonntag als Leiter der Einrichtung angestellt“, so Rebmann-Rübo. In diesem Jahr werde es keine Aufnahmekriterien geben, danach entscheide der noch zu bildende Elternrat. „Dann kann es auch den Punkt 'evangelisch' als ein Kriterium geben“, so die KJF-Fachfrau. Gemeinsam mit Sonntag werde man nun das Team zusammenstellen, das sich dann auch um die pädagogische Ausrichtung kümmert.

Und um einen Namen. Bürgermeisterin Renate Offergeld brachte gleich an, es sei doch schön, wenn das Wort „Rödder“ darin enthalten sei; so nennen sich die alten Villiprotter selbst. Ansonsten fasste sich Offergeld kurz. „Hier entsteht die schönste Kita in Wachtberg“, meinte sie auch in Bezug auf den unverbaubaren Blick Richtung Villip. Ohne die Axenfeld-Gesellschaft, die nach eigenen Angaben 1,6 Millionen Euro investiert, hätte es wohl schlecht ausgesehen für das Kita-Projekt. Das ließen sowohl Offergeld wie auch Radermacher durchblicken.

Letztere betonte, dass man sich ja bereits um sechs kommunale Kitas kümmere. Zudem gibt es in Wachtberg noch drei katholische Einrichtungen, eine Waldorf- und eine evangelische Kita, eine Elterninitiative, das Limbach-Provisorium und bald den ersten KJF-Kindergarten. Geschäftsführer Holdt deutete in Richtung Limbach-Kitaneubau an der Alten Molkerei an, dass Villiprott wohl nicht die letzte Baustelle für 2017 sei. Bange ist ihm davor nicht: Die KJF betreibt inzwischen 22 Kitas in Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis.