Wachtberger Politik zieht an einem Strang Erst Schadstoffanalyse beim Rathaus

Wachtberg · 530.000 Euro für eine Untersuchung der Sanierbarkeit des Rathauses Wachtberg. Bei einer solchen Summe geriet die Politik ins Staunen und will nun parteiübergreifend an einem Strang ziehen.

Der Eingang des Wachtberger Rathauses in Berkum.

Der Eingang des Wachtberger Rathauses in Berkum.

Foto: Maximilian Mühlens

Wie soll es angesichts der notwendigen Sanierung des Rathauses weitergehen? Im Gemeinderat ging es zuletzt hoch her, als die Verwaltung die Kosten für eine politisch gewollte Untersuchung des Altbaus nannte: 534.000 Euro.

Nun haben sich alle Fraktionen zusammengetan, damit die Gemeinde ein Rathaus erhält, das „den heutigen und zukünftigen Erfordernissen einer modernen Verwaltung entspricht und ebenso den Bedürfnissen der Bürgerinnen und Bürger unserer Gemeinde gerecht wird“, heißt es in einem gemeinsamen Antrag für die Ratssitzung am 16. Mai.

In interfraktionellen Gesprächen haben sich alle auf ein schrittweises Vorgehen verständigt: So soll als Erstes eine Schadstoffuntersuchung mit Beprobung beauftragt werden. Eine Arbeitsgruppe will dann die Bedarfe für ein künftiges Rathaus definieren. Zu ihr sollen jeweils zwei Vertreter einer Fraktion sowie Vertreter aus Verwaltung und Personalvertretung gehören.

Es soll ein ergebnisoffener Ideenwettbewerb folgen, wie und zu welchen Kosten eine Sanierung – gegebenenfalls mit Erweiterung – oder ein Neubau am alten beziehungsweise anderen Standort realisiert werden können. Im Falle des Neubaus sollen auch Vorschläge entwickelt werden, wie eine Nachfolgenutzung des heutigen Rathauses aussehen soll.

Die Arbeitsgruppe soll möglichst viel Hilfe erhalten. Etwa wenn sie weitere Informationen zum Gebäudezustand als das Schadstoffgutachten und die in der Verwaltung vorhandenen Unterlagen (Statik, Materiallisten, Bericht der Brandschau) benötigen. Das alles soll dabei helfen, eine Aussage zur Umsetzbarkeit der Ideen und deren Kosten treffen zu können.

Die Sanierung soll tragbar sein

Unterzeichner des Antrags sind Christoph Fiévet (CDU), Oliver Henkel (Grüne), Ulrich Feyerabend (Unser Wachtberg), Andreas Wollmann (SPD), Joachim Mittweg (UWG) und Friedrich Oettler (FDP). Mit diesem Vorgehen, einen Schritt nach dem anderen zu machen, erhoffen sich die Politiker eine realitätsnahe Kostenkalkulation. Die soll vor allem für die Gemeinde tragbar sein.

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