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Messung auf Schadstoffe: Experten messen Luft auf brennender Kompostieranlage in Wachtberg

Messung auf Schadstoffe : Experten messen Luft auf brennender Kompostieranlage in Wachtberg

Seit mehr als einer Woche brennt in Gimmersdorf auf einer Kompostieranlage. Der Rauch des schwelenden Komposthaufens ist teils sogar in Bonn zu riechen. Ob dadurch eine Gefahr für die Bevölkerung ausgeht, haben nun Experten vor Ort ermittelt.

Das Landesumweltamt hat auf der brennenden Kompostieranlage in Gimmersdorf Proben genommen und die Luft gemessen. Das Ergebnis war laut Wachtbergs Feuerwehrchef Markus Zettelmeyer beruhigend.

Der Rauch enthalte keine Schadstoffe, es bestehe keine Gefahr für die Bevölkerung. Auch Kreisumweltdezernent Christoph Schwarz bestätigte: "Die umfangreichen Untersuchungen des Landesamtes blieben ohne Befund, es wurden keine erhöhten Belastungen der Umgebungsluft gemessen."

Durch hohe Temperaturen beim Kompostieren hatte sich vor einer Woche eine sechs Meter hohe Miete selbst entzündet. Die Feuerwehr lässt den Berg aus Grünschnitt seit Sonntag kontrolliert abbrennen, was für Rauch sorgt.

Der Berg aus Grünschnitt hatte sich selbst entzündet

"Ich wäre froh, wenn wir Wind hätten. Das würde das Feuer anfachen", sagte Zettelmeyer. So werde es voraussichtlich noch bis Mitte der kommenden Woche dauern, bis die Miete abgebrannt sei. Die Feuerwehr überlege derzeit, wie der Prozess sich technisch beschleunigen ließe. Nach wie vor kämen besorgte Anrufe aus der Bevölkerung.

Am vergangenen Freitag war in der Anlage bei Gimmersdorf ein großer Komposthaufen, eine so genannte Miete, in Brand geraten. Vermutlich habe der organische Zersetzungsprozess und die große Menge an Kompost in der Miete hohe Temperaturen entwickelt, die dann zur Selbstentzündung geführt hätten, so Zettelmeyer. Der Brand ist inzwischen unter Kontrolle, komplett zu löschen ist er nicht.

Die Miete wird deshalb kontrolliert abgebrannt. Der Rauch des schwelenden Kompostbergs in Wachtberg ist sogar in Teilen von Bonn zu riechen. Je nach Wind- und Wetterlage kann es noch einige Tage zu Rauchbelästigungen kommen, so die Freiwillige Feuerwehr Wachtberg.

Am Montag, 12. Februar, hatten Vertreter aus der Landschaftsbehörde des Rhein-Sieg-Kreises die Anlage in Wachtberg unter die Lupe genommen. "Die Kollegen haben keine Missstände gefunden", sagte Kreissprecherin Rita Lorenz dem GA. Auch für das Grundwasser bestehe keine Gefahr.