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Rauchvergiftung: Genscher nach Sauna-Brand ins Krankenhaus eingeliefert

Rauchvergiftung : Genscher nach Sauna-Brand ins Krankenhaus eingeliefert

Schrecksekunde für den ehemaligen Spitzen-Politiker Hans-Dietrich Genscher und seine Frau Barbara: Nach einem Saunagang im Privathaus in Pech gab es am frühen Sonntagmorgen eine starke Rauchentwicklung im Sauna-Keller.

Die Wachtberger Feuerwehr um Einsatzleiter Markus von Wirtz konnte das Feuer allerdings rasch löschen. Der 87-jährige Genscher, der mit seiner Frau im Haus war, wurde notärztlich in einem Rettungswagen behandelt. Laut Polizei war Barbara Genscher unverletzt geblieben.

Der ehemalige Außenminister habe jedoch über Atemwegsproblem geklagt, die er allerdings auch schon vor dem Feuer hatte, so der Polizist. Vorsorglich wurde Genscher, der dem Vernehmen nach gut ansprechbar gewesen sein soll und zunächst nicht ins Krankenhaus wollte, dann wohl doch auf Anraten des Notarztes in ärztliche Obhut gegeben.

Wie es zu dem Feuer in der Sauna kam, ist derzeit noch unklar. Gesichert ist jedoch, dass das Ehepaar am Morgen einen Saunagang genossen hatte und sich dann an den Frühstückstisch gesetzt hat. Das berichtete der Einsatzleiter der Polizei weiter. Plötzlich habe Frau Genscher die Alarmtöne des Rauchmelders gehört und sofort die Feuerwehr alarmiert.

[kein Linktext vorhanden]Aufgelaufen war der Alarm etwa gegen 8 Uhr. Als die Einsatzkräfte der Wachtberger Feuerwehr wenig später zusammen mit mehreren Streifenwagen eintrafen, hatte sich Rauch entwickelt. Der stammte nach den ersten Ermittlungen der Polizei von einer leichten Glutbrandentwicklung im Bereich des Saunaofens.

Schnell konnte Feuerwehreinsatzleiter von Wirtz "Feuer aus" an die Leitstelle melden. Das zuständige Fachkommissariat übernimmt nun die weiteren Ermittlungen zur Brandursache. Wie der GA erfuhr, wird Genscher erst einmal stationär im Krankenhaus bleiben. Am Rand des Brandes notierte die Polizei ein weiteres Ereignis: Genschers Tochter, die in der Nähe wohnt, fühlte sich von einem aufdringlichen Reporter verfolgt.