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Vorstand verkleinert sich: Gewerbeverein Wachtberg plant vorerst keine Events

Vorstand verkleinert sich : Gewerbeverein Wachtberg plant vorerst keine Events

Auf ihrer Versammlung beschließen die Mitglieder des Gewerbevereins Wachtberg, den Vorstand von sieben auf fünf Personen zu verkleinern. Das Team um Vorstand Kai Birkner will Geschäftsleute bei der Personalwerbung unterstützen. Große Veranstaltungen sind wegen Corona noch nicht geplant.

In der letzten Mitgliederversammlung des Gewerbevereins haben die Stimmberechtigten für eine Verschlankung des Vorstands votiert. Nunmehr mit fünf anstatt sieben Personen und neuer Aufgabenorganisation am Start, nahm der erste Vorsitzende Kai Birkner die Zukunft des Vereins der Gewerbetreibenden am Einkaufszentrum in den Blick. Wann welche Events wieder stattfinden können, war indes noch nicht klar.

Rund zehn von im Durchschnitt etwa 80 Mitgliedern in den zurückliegenden Jahren hatten die Versammlung besucht. Zu sehr sind viele mit der Rückkehr aus dem Lockdown ausgelastet, vermutete Birkner. Den Enewa-Geschäftsführer wählten die Anwesenden erneut zum ersten Vorsitzenden, Mario Briem (Weinhandlung) blieb zweiter Vorsitzender. Auch Nora Knels (Kreissparkasse Köln), Patricia Eberwein (PEP Service) und Dennis Schmitz (Sägewerk Schmitz) wurden in ihren Vorstandsämtern bestätigt.

Veranstaltungen brauchen einen Vorlauf von neun Monaten

Als Ziel für die kommenden zwei Jahre setzten sich die Aktiven, Gewerbetreibende bei der Suche nach Gewerbeflächen, Personal und Auszubildenden zu unterstützen. Zumindest für die Personal- und Nachwuchswerbung könnten auch Veranstaltungen genutzt werden. Genau das gestaltet sich jedoch schwierig. „Wir brauchen für die Organisation einen Vorlauf von rund einem Dreiviertel Jahr“, sagte Birkner.

Der erste große Schritt sei, alle an einen Tisch zu bekommen oder wenigstens alle zu erreichen, um Mitstreiter zu finden. Schwierig sei vor allem, passende Ansprechpartner bei den Ladenketten zu finden. „Vor Ort kann da meist nichts entschieden werden“, so der Vorsitzende. Zudem orientierten sich die meisten Ketten oft nicht an Events vor Ort, sondern an ihren eigenen, für ganze Regionen geplanten Aktionen. „Wir haben hier nicht viele Einzelhändler, die unabhängig entscheiden können“, führte Birkner das Hauptproblem aus.

Zudem wären seiner Einschätzung nach aktuell die meisten Läden mit der Rückkehr der Kunden nach dem Lockdown ausgelastet. Das mache es schwierig, jetzt schon Mitstreiter mit regem Interesse an Veranstaltungen zu finden. „Es gab vor Corona einige Ideen, da würde ich gerne die Fäden wieder aufnehmen“, kündigte Birkner an. So hatte man 2019 im Blick, Veranstaltungen wie den Frühlings- oder Herbstmarkt nicht mehr auf den unteren Teil des Einkaufszentrums auf und rund um den Bernareggio-Platz zu begrenzen. Das allerdings setzt laut Gewerbeverein umfangreiche Anstrengungen und einige Investitionen voraus. Birkners Meinung nach bietet die Fläche des gesamten Einkaufszentrums (EKZ) mit dem benachbarten Drachen auf dem Kreisel Möglichkeiten für verschiedene Formate. Realisierbar sei das allerdings frühestens im nächsten Jahr.

Zudem hatte man angestoßen, dem EKZ einen Namen zu geben, erinnerte sich Birkner. Seinerzeit sei die Gemeinde mit im Boot gewesen. Eben die will der Vorstand auch jetzt ansprechen.