Zwischen Einkaufszentrum und Landstraße Grünstreifen in Berkum gleicht einer Müllhalde

Berkum · Zwischen Landstraße und dem Parkplatz des Einkaufszentrums türmen sich in Berkum nicht selten die Müllhaufen. Zuletzt war der Unrat gar beim Grünschnitt untergehäckselt worden.

Untergehäckselter Müll auf dem Grünstreifen zwischen dem Parkplatz des Einkaufszentrums und der Landstraße L123 in Berkum.

Untergehäckselter Müll auf dem Grünstreifen zwischen dem Parkplatz des Einkaufszentrums und der Landstraße L123 in Berkum.

Foto: Petra Reuter

Seit Monaten nimmt die Vermüllung auf dem Grünstreifen zwischen dem Parkplatz am Einkaufszentrum und der L123 zwischen Berkum und Arzdorf zu. Wer seinen Abfall dort hinterlässt, ist selten geklärt. Zuletzt wurden nun offenbar sogar Teile des angesammelten Mülls beim Grünschnitt mitgehäckselt.

Halbvolle Motoröldosen, Bierflaschen, sogar ganze, mit Unrat gefüllte Abfalltüten liegen zusammen mit Einwegbechern und leeren Snackverpackungen im verrottenden Gras- und Strauchschnitt auf dem Steifen neben dem Parkplatz. „Es ist eine Schande“, ärgert sich ein Supermarkt-Kunde über den Zustand der Anlage. Der 59-Jährige beobachtet schon länger, wie sich immer wieder Müll auf der Fläche sammelt. Vor Monaten hatten sich hier abends gerne junge Leute mit aufgemotzten Autos aufgehalten. „Ob die das machen oder andere weiß ich nicht“, sagte der Wachtberger schulterzuckend. Er habe auch schon Reisebusse gesehen, die dort länger geparkt waren.

Normalweise pflegt der Straßenbaulastträger Straßen.nrw das Grün entlang von Landstraßen. In diesem Fall liegt die Verantwortung für den etwa drei bis vier Meter breiten Grünstreifen entlang der Landstraße sowie für einige Abschnitte des dort verlaufenden Entwässerungsgrabens beim Landesbetrieb. „Die restliche Grünfläche bis zum Parkplatz des Einkaufszentrums ist Privatgelände“, informierte Torsten Gaber, Pressesprecher des Landesbetriebs. Auch bei der Gemeinde kommen gelegentlich Beschwerden wegen des Müllproblems rund um das Einkaufszentrum an, sagte Pressesprecher Dieter Schmidt auf Anfrage des GA. Diesbezüglich sei man im Austausch mit dem Verwalter beziehungsweise dem Eigentümer der Flächen.

Videoüberwachung soll Probleme lösen

Hatte man sich noch bis vor wenigen Monaten an den ehemaligen Verwalter, die Hahn-Gruppe gewendet, ist jetzt die Immobilienabteilung der Edeka Rhein-Ruhr Stiftung der richtige Ansprechpartner. Eben dorthin übermittelt Edeka-Marktleiterin Melissa Duhera bei ihr ankommende Beschwerden. Manchmal liefern Passanten oder Kunden mit dem Hinweis zugleich das Nummernschild des Verursachers, sagt Duhera. Im Haupthaus der Stiftung in Moers sei das Müllproblem bekannt. In den letzten Monaten habe man Maßnahmen wie eine Grundreinigung und regelmäßige Nacharbeiten in Gang gesetzt, sagte Simone Erkens, Leiterin der dortigen Unternehmenskommunikation. „Wie allen anderen Anliegern ist uns sehr daran gelegen, das Problem abzustellen“, betont sie.

Die Müllentsorgung und die Grünpflegearbeiten hatte das Unternehmen bei einem Dienstleister in Auftrag gegeben. Wie es zu der Vermengung des Grünschnitts mit dem teilweise scheinbar mitgehäckselten Müll kam, sei „in Klärung mit dem beauftragten Dienstleister.“ Das Gelände soll unabhängig davon „einer weiteren Reinigung unterzogen“ werden, so Erkens. Eine endgültige Lösung des Problems könnte, wie in der Nachbarschaft bereits erfolgreich praktiziert, eine Videoüberwachung sein. „Die Installation von Kameras treiben wir aktiv voran“, informierte die Pressesprecherin.

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