1. Region
  2. Voreifel & Vorgebirge
  3. Wachtberg

Nachtragshaushalt beschlossen: Grundsteuer für Wachtberg wird 2020 nicht mehr erhöht

Nachtragshaushalt beschlossen : Grundsteuer für Wachtberg wird 2020 nicht mehr erhöht

Nach einer hitzigen Debatte spricht sich der Wachtberger Rat dagegen aus, die Grundsteuer B rückwirkend anzuheben. Das prognostizierte Defizit der Gemeinde liegt damit für 2019/20 bei 3,8 Millionen Euro.

Der Rat der Gemeinde Wachtberg hat sich am Dienstagabend für den ursprünglichen Nachtragshaushalt von Kämmerin Beate Pflaumann ausgesprochen. Damit ist eine Erhöhung der Grundsteuer B noch in diesem Jahr vom Tisch.

Das beschlossen CDU, FDP und UWG gegen die Stimmen der Grünen. SPD und Unser Wachtberg enthielten sich bei der Abstimmung, der hitzige Diskussionen vorausgegangen waren.

Wie berichtet, weist der Doppelhaushalt 2019/20 ein prognostiziertes Defizit von rund 3,8 Millionen Euro auf. Davon liegen fast 830.000 Euro über der Grenze, die Wachtberg zur Aufstellung eines Haushaltssicherungskonzeptes (HSK) verpflichtet.

Deshalb hatten die Grünen im Haupt- und Finanzausschuss überlegt, die Grundsteuer B noch rückwirkend für 2020 anzuheben – um wenigstens unter jene Hürde von 5-Prozentpunkten zu fallen, die das HSK nötig machen würde.

Das hätte für Grundstücksbesitzer bedeutet, statt mit aktuell 480 Prozentpunkten dann mit 587 Prozentpunkten veranschlagt zu werden. Das Haushaltsdefizit hätte sich dadurch für 2019/20 um rund 820.000 Euro verringert.