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„Pecher Alter Weg“ vorsichtshalber gesperrt: Hang in Wachtberg-Pech muss näher untersucht werden

„Pecher Alter Weg“ vorsichtshalber gesperrt : Hang in Wachtberg-Pech muss näher untersucht werden

Die Gemeinde Wachtberg hat den „Pecher Alter Weg“ nach den vergangenen Starkregen-Ereignissen vorsichtshalber gesperrt, da es bereits zu Abtragungen am Hang kam. Der Hang und die Bepflanzung gehört zu großen Teilen allerdings Privatleuten. Daher besteht zunächst Abklärungsbedarf.

Der Starkregen der vergangenen Wochen und Tage ist an einem Hang, der sich direkt am „Pecher Alter Weg“ in Wachtberg-Pech befindet, nicht spurlos vorbeigegangen. Neben dem Weg liegen kleinere Teile des Erdreichs, die zuvor abgerutscht sind. Das Wurzelwerk einiger Bäume wurde durch den Regen freigespült und ist nun gut einsehbar. Der Weg, der vom Michaelsweg zur Pecher Hauptstraße führt, wurde deshalb von der Gemeinde Wachtberg vorsichtshalber gesperrt.

Weg darf bis zur Klärung nicht genutzt werden

Absperrbaken und rot-weißes Flatterband sollen verhindern, dass Passanten den Weg nutzen und sich in Gefahr begeben. „Da sich Teile der Böschung gelöst haben, wird die Gemeinde Wachtberg veranlassen, den Weg vorsichtshalber genauer untersuchen zu lassen. Bis zur endgültigen Klärung darf der Weg nicht mehr genutzt werden“, heißt es in einer Mitteilung der Gemeinde, die in der vergangenen Woche veröffentlicht wurde. Die Hinweise auf die Abtragungen am Hang kamen sowohl von Mitarbeitern der Gemeinde als auch von Bürgerinnen und Bürgern „nahezu zeitgleich“, wie Bürgermeister Jörg Schmidt (CDU) dem GA auf Anfrage mitteilt. Nach dem Unwetter habe sich die Gemeinde als Eigentümerin des Fußwegs zunächst ein „eigenes Bild über den Zustand des Hanges“ verschafft, erklärte er weiter.

Hang befindet sich zu großen Teilen in Privatbesitz

Zu einer Untersuchung durch Experten ist es bislang allerdings noch nicht gekommen – vorher bestehe noch Abklärungsbedarf. „Da der Hang und die darauf befindliche Bepflanzung zu großen Teilen Privateigentum sind, bedarf es zunächst der Kontaktaufnahme zu den Eigentümern und im weiteren Verlauf um die Abstimmung der weiteren Vorgehensweise zur Sicherstellung der Verkehrssicherheit des gemeindeeigenen Weges“, so Schmidt. Wann genau Experten den Hang in Pech untersuchen können und vor allem, ob mit weiteren Abtragungen zu rechnen ist, ist derzeit noch offen.

Gefahr durch Baumbewuchs und Bodenerosion

Handlungsbedarf bestehe allerdings. Die Zustände vor Ort seien „zunächst zumindest in Teilbereichen als nicht unkritisch“ bewertet worden, erklärte der Bürgermeister weiter. Schmidt sieht mögliche „Verkehrssicherheitsgefahren“ vor allem durch den Baumbewuchs sowie durch die Bodenerosion. Der Hang befindet sich zudem in unmittelbarer Nähe zu der Pecher Hauptstraße. Weitere Fälle von Abtragungen an einem Hang auf Wachtberger Gemeindegebiet seien nicht beobachtet worden, teilt Bürgermeister Jörg Schmidt mit.

Gemeinde kam bei Unwetter im Juli glimpflich davon

Wie berichtet, rückte die Freiwillige Feuerwehr Wachtberg beim Starkregenereignis am 14. Juli zu insgesamt 30 Einsätzen aus. Die Wehr befand sich im Vollalarm, alle Gerätehäuser und auch die Führungsstelle in Berkum wurden besetzt. Zu den größeren Einsätzen an diesem Tag gehörte unter anderem das teilweise Auspumpen des Burggrabens der Burg Odenhausen in Berkum, außerdem musste die K 57 zwischen Villip und Gimmersdorf wegen Überflutung gesperrt werden. Insgesamt kam die Gemeinde – im Gegensatz zu den benachbarten Gemeinden – glimpflich davon.