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Veränderungen im Wachtberger Rat: Hans Otto Schacknies verlässt die SPD-Fraktion

Veränderungen im Wachtberger Rat : Hans Otto Schacknies verlässt die SPD-Fraktion

Völlig überraschend hat der Villiprotter Hans Otto Schacknies sein SPD-Mandat zurückgegeben. Seit 2004 saß er im Wachtberger Rat. Für ihn rückt Alina Lägel aus Adendorf nach.

Hans Otto Schacknies ist kein Mann für die Kurzstrecke. Mehr als 30 Jahre lang ist der Villiprotter Marathon gelaufen. Aber irgendwann nach der letzten Kommunalwahl, bei der er für die SPD über die Reserveliste wieder in den Rat eingezogen war, muss ihm die Puste ausgegangen sein. Völlig überraschend teilte die Gemeinde Wachtberg am Dienstag mit, dass der 70-Jährige sein Mandat zum 31. Dezember niedergelegt habe.

Der Schritt sei ihm alles andere als leicht gefallen, sagt er im GA-Gespräch und gibt „persönliche Gründe“ an. Über wen oder was er sich geärgert hat, möchte er nicht in die Öffentlichkeit tragen. Fast 18 Jahre lang hat er sich für die SPD im Rat engagiert – und das ohne Parteibuch. „Ich bin vor der Wahl 2004 angesprochen worden, ob ich nicht Lust hätte, als Finanzexperte im Team mitzumachen, aber eintreten wollte ich nie“, so der frühere Mitarbeiter des Bundesrechnungshofs.

Schacknies ist dankbar für interessante politische Ämter

 Alina Lägel aus Adendorf rückt jetzt für die SPD im Rat nach.
Alina Lägel aus Adendorf rückt jetzt für die SPD im Rat nach. Foto: SPD Wachtberg

Besonders dankbar sei er seiner Partei und den politischen Gremien, dass sie ihm interessante Ämter ermöglicht hätten, wie den Aufsichtsratsvorsitz der Enewa oder den Sitz im Verwaltungsrat der Gemeindewerke. Auch Fraktionsvorsitzender war Schacknies einmal. Sein Herzensanliegen erlebt er nun nicht mehr als Politiker: „Ich bin schon vor Jahren für leichte Steuererhöhungen gewesen, um den Haushalt auszugleichen, aber die CDU hat das stets verhindert und holt es nun viel zu spät und mutmaßlich drastisch nach“, so der Schöffe am Landgericht Bonn.

Für ihn rückt Alina Lägel aus Adendorf  nach, die seit sieben Jahren bei den Wachtberger Sozialdemokraten aktiv ist. Genau wie ihr Mann Paul Lägel, der Parteivorsitzender ist. Fraktionsvorsitzender Andreas Wollmann sagte, dass er Schacknies‘ Entscheidung zutiefst bedauere. Gleichzeitig sei es schön, dass mit Alina Lägel eine Frau hinzukomme.