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Kulturwochen: In Wachtberg steht die Kunst im Mittelpunkt

Kulturwochen : In Wachtberg steht die Kunst im Mittelpunkt

Die zehnten Wachtberger Kulturwochen starten am 26. August. Die Besucher erwarten 62 Veranstaltungen, darunter Ausstellungen, Lesungen und mehr.

Über den kunstinteressierten Nachwuchs müssen sich die Wachtberger keine Sorgen machen. Am Freitag trafen sich Bürgermeisterin Renate Offergeld, Marlies Frech und Margit Märtens von der Gemeinde mit einigen Künstlern im Rathaus, um die Geschichte der 2007 gestarteten Wachtberger Kulturtage Revue passieren zu lassen. Mit dabei waren die Kinder von Elisa und Robert Wittbrodt vom Borea Barockorchester, das am Freitag, 26. August, die Kulturtage im Atelier Franke in Gimmersdorf eröffnet. Der Größere des Wittbrodtschen Nachwuchses war so begeistert von einer Skulptur, die Künstlerin Gudrun Rosenberg mitgebracht hatte, dass er sie nicht nur aus der Nähe anschauen und anfassen musste; ein Teil der Skulptur, das „Pferdchen“, wie er sagte, musste auch eifrig gestreichelt werden.

Zwei Wochen lang, vom 26. August bis zum 11. September, erwartet die Wachtberger bei den Kulturwochen ein Highlight nach dem anderen. Laut Frech gibt es 62 Veranstaltungen plus 16 Begleitveranstaltungen, darunter Konzerte, Ausstellungen, Lesungen, Erzähltheater und vieles mehr. 20 neue Künstler zeigen ihr Können (der GA berichtete). Das Angebot erfreut sich großer Beliebtheit: 2015 kamen rund 10 000 Besucher, teilweise sogar aus Aachen, Düsseldorf oder Frankfurt, sagte Frech, die sich besonders erfreut darüber zeigte, dass die Kulturwochen seit 2014 Teil des Rheinischen Kultursommers sind – genau wie die Kölner Lichter und die Brühler und Bensberger Schlosskonzerte.

Dass es einmal soweit kommen würde, hätte 2006 wohl niemand gedacht. Damals ging die Verantwortung für die Kulturarbeit von der Wachtberger Kulturforum gGmbH wieder an die Gemeinde zurück. Was der damalige Bürgermeister Theo Hüffel zum Anlass nahm, die Künstler nach ihren Wünschen zu befragen. Heraus kam 2007 die erste Kulturwoche – mit 27 Veranstaltungen und einem eher dünnen Programmheft.

Im Lauf der Jahre wurde das Heft dicker, die Veranstaltungen zahlreicher, aus einer wurden zwei Wochen. „In allen 16 Ortsteilen haben schon Veranstaltungen stattgefunden“, betonte Frech. Züllighoven hatte sich 2013 und 2014 sogar als Kulturdorf präsentiert, dem folgte Arzdorf in diesem und im vergangenen Jahr. Besonders seien auch die Synergieeffekte, die mit den Jahren entstanden seien, so Frech. Nicht nur, dass sich die Künstler besuchten und unterstützten, es habe sich so etwas wie ein Netzwerk entwickelt.

Die Künstler stimmten dem zu. „Anfangs war ich alleine“, erinnerte sich Manfred Niche. In diesem Jahr zeigt er seine Werke mit 19 anderen in einer Gemeinschaftsausstellung in Villiprott. „Bunt gewürfelt und ohne Konzept“ sei es anfangs gewesen, meinte auch Rosenberg. Gelbe, rote, blaue Zelte zierten damals ihren Kulturgarten in Gimmersdorf. Das hat sich geändert – aber der Spaß ist geblieben. „Mir gefällt es immer noch“, so Rosenberg.

Das komplette Programm der Wachtberger Kulturwochen gibt es im Internet unter wachtberg.de.