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Kommunalwahl in Wachtberg: Bereits 4000 Briefwahlanträge eingegangen

Kommunalwahl im Rhein-Sieg-Kreis : Wachtberger Verwaltung erhielt bereits 4000 Briefwahlanträge

Einen neuen Rekord verzeichnet die Gemeinde Wachtberg zur anstehenden Kommunalwahl: Bisher sind schon 4000 Briefwahlanträge bei der Wachtberger Verwaltung eingegangen.

„Viele ältere Leute wollen per Brief wählen“, sagte Bürgermeisterin Renate Offergeld jetzt bei einem Informationsgespräch zu den aktuellen Infektionszahlen und den „Wahlen unter Corona-Bedingungen“. Innerhalb von nur fünf Tagen hätten die Gemeinde rund 2000 Anträge auf Briefwahlunterlagen erreicht. Zusätzlich informierte die Gemeinde aktuell darüber, dass dieses Mal keine Wahlen im Limbachstift stattfinden.

Eine Wahl unter besonderen Bedingungen werde es werden, erklärte Markus von Wirtz, Leiter des Wahlamts. „Es wird unter den bekannten Hygienebedingungen gewählt“, sagte er. Günstig wäre es, wenn jeder neben seinem Personalausweis und seiner Benachrichtigungskarte aus hygienischen Gründen auch einen eigenen Kugelschreiber mitbringe, so von Wirtz. Außerdem appelliere die Gemeinde, sich unbedingt an die AHA-Regeln (Abstand, Händewaschen, Alltagsmaske) zu halten. Wer sich für die Briefwahl entscheide, könne die Unterlagen noch bis zum 8. September, 11 Uhr beantragen – am besten online über die Homepage der Gemeinde, sagte der Leiter des Wahlamts.

In der Regel werden die Unterlagen für eine Briefwahl zugeschickt. Abholen kann man diese ebenso wie Wahlscheine auch noch am Freitag, 4. September, von 13 bis 18 Uhr und am Samstag, 5. September, von 9 bis 13 Uhr. Auch eine Abholung nach telefonischer Vereinbarung sei möglich, so von Wirtz. „Es gibt eine Hotline“, informierte er. Unter 0228/9544118, 0228/9544119 oder 0228/9544163 können Bürger einen Abholtermin in der Zeit von Montag bis Freitag von 8:30 bis 12 Uhr und montags- sowie donnerstagsnachmittag von 14 bis 18 Uhr vereinbaren. Unter der Hotline erhalten auch jene Wachtberger Unterstützung, die beispielsweise aufgrund einer Behinderung das Rathaus nicht selbst aufsuchen können. Von Wirtz erinnerte daran, dass die Maske  im Rathaus Plicht ist.

Auch wenn das bisher üblicherweise im Limbachstift eingerichtete Wahllokal über einen eigenen Zugang und Ausgang verfügt, wolle man das Risiko für die Bewohner nicht eingehen. „Die Wähler werden gebeten, stattdessen in der Hans-Dietrich-Genscher-Schule ihre Stimmzettel abzugeben“, sagte Alfons Engels, Leiter des Fachbereichs Bürgerdienste. Dort solle es einen barrierefreien Zugang geben, um allen Wahlberechtigten den Zugang zur Urne für die Wahlbezirke Berkum I und Berkum II zu ermöglichen.

Im Unterschied zum bekannten Wahlprozedere werde es in diesem Jahr zusätzlich zur üblichen Mindestbesetzung mit drei Personen je Wahllokal einen weiteren Helfer für die Zugangskontrollen geben. „Wir müssen gewährleisten, dass sich nicht zu viele Menschen gleichzeitig in den Räumen aufhalten“, sagte von Wirtz. Von den 17.000 Wahlberechtigten haben bis zum 31. August nunmehr rund 4000 Bürger die Briefwahl beantragt. „Das sind 1100 Briefwähler mehr als 2014“, stellte von Wirtz fest.