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Corona in Wachtberg: Kreis testet alle Grundschüler in Villip und Pech

Corona in Wachtberg : Kreis testet alle Grundschüler in Villip und Pech

Die Grundschuldependancen in Villip und Pech sind seit Montag geschlossen. Das hat das Kreisgesundheitsamt beschlossen, nachdem am Wochenende bekannt wurde, dass drei Mitarbeiter positiv auf Corona getestet worden waren.

Das Kreisgesundheitsamt hat am Wochenende beschlossen, die Grundschuldependancen in Villip und Pech vorerst zu schließen. Nach GA-Informationen waren eine Lehrerin und zwei OGS-Betreuerinnen positiv auf Corona getestet worden. Der Test einer weiteren Person soll nicht ganz eindeutig gewesen sein, weshalb sie erneut getestet wird.

Kreissprecherin Rita Lorenz bestätigte am Montag den Vorfall in Wachtberg, ohne einen konkreten Ort zu nennen. Vier Klassen seien so wie die Mitarbeiter als Kontaktperson der Kategorie 1 eingestuft und sofort für zwei Wochen in Quarantäne geschickt worden. „Da nicht sicher gestellt werden konnte, welche Klasse durch wen unterrichtet werden kann, hat sich das Gesundheitsamt entschlossen, die Schule zunächst zu schließen“, so Lorenz. Zudem sollen an diesem Dienstag alle Schüler, Lehrer und Betreuer getestet werden.

Rund 250 Schüler gibt es an den zwei Standorten

Laut Gemeindesprecherin Margrit Märtens gibt es am Standort Villip des Grundschulverbunds rund 150 Schüler, am Standort Pech knapp 100. Insgesamt unterrichteten dort 18 Lehrer. Diese sind teilweise in beiden Dependancen eingesetzt. Das OGS-Team besteht, so die Gemeinde, in Villip aus zehn Leuten plus Praktikantin und in Pech aus sechs.

Seit der Schulöffnung nach dem Lockdown regeln rot-weiße Baken den Zugang zum Gelände am Villiper Standort der Grundschule. Foto: Axel Vogel

Am Sonntag hatte das Schulgebäude noch als Wahlbüro gedient. Dazu sagte Märtens auf Anfrage: „Das ist unproblematisch. Die Klassenräume wurden vorher gründlich gereinigt und desinfiziert, ebenso nach dem Ende der Wahl.“

Kreis erwartet Testergebnisse bis spätestens Donnerstag

Bürgermeisterin Renate Offergeld sagte dem GA, dass man als Schulträger bei den Entscheidungen des Gesundheitsamtes außen vor sei. „Es zeigt sich, dass wir weiter vorsichtig sein müssen“, appellierte sie an die Bürger. Laut Offergeld waren alle Eltern am Sonntag informiert worden. Der Kreis rechnet für Mittwoch, spätestens Donnerstag mit Testergebnissen der Abstriche. Bis dahin müssen sich alle Beteiligten in Geduld üben.

„Wenn wir wissen, wie viele Lehrer in die Kategorie 2 fallen, wissen wir auch, wen wir wieder einsetzen können“, so Lorenz. Kontaktpersonen der Kategorie 2 haben ein geringeres Infektionsrisiko als die der ersten Gruppe. Sie haben sich zwar gemäß der Definition des Robert-Koch-Instituts über längere Zeit im selben Raum aufgehalten mit dem Infizierten, sind ihm aber nie näher als zwei Meter gekommen. Neben der Nachverfolgung der Kontakte laut Kreis für zusätzliche Gewissheit sorgen.