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Kürrighoven ist die zwölfte Station auf der Apfelroute

Bienen auf der Apfelroute : In Kürrighoven steht die zwölfte Erlebnisstation

Seit 2019 gibt es die Apfelroute der fünf linksrheinischen Kommunen. Die zwölfte Erlebnisstation steht jetzt in Kürrighoven und dreht sich um Bienen und Streuobstwiesen. Eine weitere auf Wachtberger Gebiet soll am Ehrenmal folgen.

Einmal gelernt ist Radfahren etwas, was den Menschen sein ganzes Leben begleitet. Egal, ob das Rad als Autoersatz, Hobby- oder Sportgerät dient. Im besten Fall kann man auf seiner Tour sogar noch etwas lernen, wie auf der rheinischen Apfelroute. Der 124 Kilometer lange Themenradweg verbindet die linksrheinischen Kommunen Alfter, Bornheim, Meckenheim, Rheinbach, Swisttal und Wachtberg.

Die Strecke entlang des roten Apfellogos, die der Verein Rhein-Voreifel Touristik mit Sitz in Ließem 2019 kreiert hat, ist nun um eine Erlebnisstation reicher. An der „Alten Höhle“ in Kürrighoven gibt es Wissenswertes rund um Honigbienen und Streuobstwiesen, wie die Gemeinde Wachtberg mitteilte. Auf dem idyllisch gelegenen Platz dürfte vor allem die überdimensionale hölzerne Biene Kinder in ihren Bann ziehen. Wobei auch Bürgermeister Jörg Schmidt und Beigeordneter Swen Christian bei ihrem Besuch kürzlich Spaß hatten an der Figur mit den beweglichen Flügeln.

Im Schaubienenkasten kann man den Tieren bei der Arbeit zusehen

„Auf der Infotafel wird die Bedeutung der Honigbiene erklärt, deren Wirtschaftsleistung oft unterschätzt wird, dabei aber enorm ist“, sagte Gemeindesprecherin Margrit Märtens. Darüber hinaus erhalten Spaziergänger und Radler Infos zu alten Apfelsorten und zur Bedeutung von Streuobstwiesen. Wuselig geht es dann im hinteren Bereich beim Schaubienenkasten zu. Dort können Interessierte einem Bienenvolk bei der Arbeit zuschauen. Und noch eine Suchaufgabe lösen: Wer findet die Königin, also die Biene mit dem grünen Punkt?

Eine zweite Erlebnisstation auf Wachtberger Gebiet ist laut Märtens am Ehrenmal in Berkum geplant. „Das ist eine wunderbare Sache“, meinte Schmidt und dankte Monique Lebahn vom Verein Rhein-Voreifel-Touristik. Lebahn habe sie alle sehr gut motiviert, sagten Stefan Thomas, Vorsitzender des Wachtberger Streuobstwiesenvereins, und der Niederbachemer Metallbauer Werner Luhmer. Letzterer hat unter anderem die Ständekonstruktionen und Fahrradständer gefertigt. Beide hätten sich laut Märtens mit Fachwissen und Tatkraft begeistert am Projekt beteiligt.

Luhmer zeichnet verantwortlich für die Metallarbeiten aller zwölf Stationen in den Kommunen. „Besonderer Dank gilt auch Imker Lothar Jentsch für den Bau und die weitere Betreuung des Schaubienenkastens, dem Deutschen Imkerbund mit Sitz in Villip für die fachliche Begleitung sowie unseren Bauhofmitarbeitern, die das Areal hergerichtet und bei der Aufstellung der Elemente mitgewirkt haben“, sagte die Gemeindesprecherin.

Die rheinische Apfelroute soll die Schönheit und Vielseitigkeit des größten Obst- und Gemüseanbaugebiets Nordrhein-Westfalens erlebbar machen – vorbei an blühenden Obstplantagen, Gemüsefeldern, regionalen Hofläden und malerischen Hof-Cafés. Unterwegs gibt es jetzt zwölf neu gestaltete Rastplätze mit Erlebniselementen, die das Thema „Landwirtschaft und Kulturlandschaft“ den Gästen, insbesondere Familien mit Kindern, interaktiv und spielerisch zu vermitteln versuchen.

Der Verein dahinter ist die Tourismusorganisation des linksrheinischen Rhein-Sieg-Kreises. „Wir sind zuständig für die Vermarktung dieser attraktiven Region und ihrer vielfältigen Akteure“, heißt es auf der Internetseite. Die Touristiker kümmern sich um verschiedene Gästeanfragen, Förderprojekte, touristische Infrastrukturen und vieles mehr.

Weitere Infos unter https://apfelroute.nrw.