Ortsvertretung stimmt gegen Abriss Letzte Chance fürs Wasserhäuschen in Werthhoven

Werthhoven · Das Wachtberger Gremium sprach sich vorerst gegen einen Abriss des Werthhovener Wahrzeichens aus. Doch wie geht es mit dem Backsteinhäuschen weiter?

Was wird aus dem alten Wasserhäuschen in Werthhoven an der Ecke Ahrtalstraße/ Zum Rheintal? Mit dieser Frage beschäftigte sich einmal mehr die Ortsvertretung in ihrer jüngsten Sitzung. Ergebnis der Beratung: Ein Abriss kommt für das Gremium um ihren Vorsitzenden des Gremiums, Paul Lägel, vorerst nicht in Frage.

Lägel ist alarmiert, weil der Verfall des Wartehäuschens nach seinen jüngsten Beobachtungen „offensichtlich weiter fortgeschritten ist“. So zu sehen vor allem am kaputten Dach. Daher drängte sich dem Vorsitzenden der Ortsvertretung die Frage auf, „wie es nun weitergehen soll?“

Lägel erinnerte daran, dass das rund 88 Quadratmeter große Wasserhäuschen eine Art „Wahrzeichen“ des Ortes sei und daher bereits Gegenstand wiederholter Beratungen war. So auch am 27. Juni 2012 in der Ortsvertretung. Seinerzeit kam aus den Reihen der Ortsvertreter die Empfehlung, das nicht denkmalgeschützte Bauwerk zu verkaufen. Streng genommen wären damals vor fünf Jahren mehr als 13.000 Euro Kaufpreis angemessen gewesen, doch man einigte sich darauf, das Wasserhäuschen für die Hälfte anzubieten, sprich für exakt 6600 Euro.

Nur Abriss oder Verkauf kommen in Frage

Doch Lägel zufolge hatte sich selbst auf diesen Verkaufspreis damals nur ein ernsthafter Interessent auf die Anzeigen gemeldet. Und der habe mit seinen Preisvorstellungen auch noch deutlich unter dem ohnehin schon drastisch reduzierten Verkaufspreis gelegen. Kein Wunder also, dass der Wachtberger Finanzausschuss am 29. November 2012 die Offerte abgelehnt hatte.

„Seitdem hat sich nichts mehr getan“, so Lägel. Die Immobilie werde zwar weiterhin angeboten, doch auch der Verfall gehe weiter, beklagte er. Aus Sicht des Vorsitzenden der Ortsvertretung blieben daher nur zwei Option: „Entweder der Abriss oder nochmals versuchen, das Wasserhäuschen zu verkaufen.“ Paul Lägel selbst plädierte dafür, den Bau zu erhalten und bekam dabei viel Unterstützung aus dem Gremium.

Ortsvertreterin Andrea Lohmann schlug vor, zu prüfen, ob man das Wasserhäuschen etwa als Wohnraum nutzen könne. Auf jeden Fall solle man weiterhin versuchen, das Ganze zu verkaufen. Ihr Kollege Thomas Franz, stellvertretender Vorsitzender der Ortsvertretung, setzte sich dafür ein, Möglichkeiten auszuloten, ob der Bauhof den Status quo der Ruine sichern könne: „Ein Erhalt im Kern“ sei sein vorläufiges Ziel.

Ein Zuhörer gab allerdings zu bedenken, dass erst geprüft werden müsse, ob eine Baulast eingetragen sei, den sonst sei die Immobilie quasi unverkäuflich und wertlos mache. Mehrheitlich entschied die Ortsvertretung, sich das Wasserhäuschen vor der nächsten Sitzung nochmals aus der Nähe anzusehen.