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Ärger wegen Naturschäden: Mountainbiker in Meckenheim verpflichten sich zu Regeln

Ärger wegen Naturschäden : Mountainbiker in Meckenheim verpflichten sich zu Regeln

Zuletzt gab es Ärger in Adendorf, weil durch eine illegale Strecke Naturschäden entstanden. Die Initiative Mountainbike Rhein/Sieg appelliert, nur auf Wegen zu fahren, wünscht sich gleichzeitig aber mehr Angebote.

Wenn Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit Mountainbikes durch das Unterholz fahren und sich dort zudem mit viel Aufwand und reichlich Schaden an Wald und Flur illegal eigene Strecken anlegen, ist das nicht nur für den Waldbesitzer ärgerlich. Manchmal werden in der Natur Schäden verursacht, deren Regeneration Jahre braucht. So geschehen jüngst im Adendorfer Wald, in dem sich Meckenheimer wie Wachtberger gerne zur Erholung aufhalten.

Nun meldet sich aber der Sprecher der Deutschen Initiative Mountainbike Rhein/Sieg, John Bergenholtz, zu Wort. Er wünscht sich, dass dieser Sport nicht nur im Zusammenhang mit wilden Waldtouren gesehen wird. „Bei uns gibt es Regeln, die jeder von uns unterschreibt und an die wir uns halten“, sagte der Sprecher der Initiative John Bergenholtz. Für diejenigen, die sich für den Sport interessieren und gerne sportlich-geländegängig in der Natur unterwegs sind, sind diese Regeln auf der Homepage nachzulesen.

„Es ist ganz klar, dass wir nur auf den Wegen fahren und keine Spuren in der Natur hinterlassen“, unterstreicht Bergenholz. Er würde sich wünschen, dass sich alle Fahrer an diese Regeln halten und nicht nur die von ihm geschätzten zehn Prozent der Fahrer, die unter dem Dach des DIMB vereint sind. Rund 160 Mitglieder zählt die Gemeinschaft in Bonn/Rhein-Sieg, etwa 40.000 sind es deutschlandweit.

„Der Mountainbikesport ist nicht homogen. Es gibt Fahrer, die fahren gerne immer die gleiche Strecke, andere wollen die Natur erleben.“ In Mountainbikerkreisen findet man Cross Country, Trail und Downhill ebenso wie Freeride, Dirt- und BMX-Fahrer. Vergleichbar sei das mit den Skifahrern, von denen einige nicht genug von steilen Abfahrten verschiedener Schwierigkeitsgrade bekommen können, die anderen hingegen lieber mit Langlaufskiern durch die Wälder gleiten, so Bergenholtz. Nichtsdestotrotz wünschte er sich zusätzlich zum positiveren Gesellschaftsbild mehr Angebote für die Mountainbiker. Aus diesem Grunde unterstütze der DIMB Menschen, die Bike-Parks anlegen möchten, Kontakt aufnehmen könne man unter ig.rhein-sieg@dimb.de.

Für Meckenheimer und Wachtberger Mountainbiker wäre derzeit der Dirt-Bike-Park des Radsportvereins Sturmvogel am F.-A.-Schmidt-Weg in Dottendorf eine Alternative, sofern die Fahrer bereit sind, sich bei der Trailgestaltung aktiv einzubringen. Weiterhin findet man Bike-Parks auch in Hürtgenwald oder unter www.bikepark-online.de.