Projekt Nachbarschaftstische Wachtberg sagt der Einsamkeit den Kampf an

Wachtberg · Die Nachbarschaftstische in Wachtberg nehmen langsam Gestalt an. Jetzt tauschen sich die Gastgeber untereinander aus und wollen bald den Tisch decken. Ziel ist der Kampf gegen Vereinsamung.

Lecker kochen: Die Gastgeber überlegen sich die Menüs für die Nachbarschaftstische.

Lecker kochen: Die Gastgeber überlegen sich die Menüs für die Nachbarschaftstische.

Foto: dpa/Sina Schuldt

Für die Gemeinde Wachtberg ist Einsamkeit ein wichtiges Thema. Vereinsamung, Isolation oder Abschottung soll es möglichst nicht geben und deshalb will man etwas bieten, wo die Menschen sich vernetzen können und soziale Kontakte mit ihren Nachbarn knüpfen können.

So geht es nun weiter bei den Nachbarschaftstischen, die langsam Gestalt annehmen. Dabei gibt es einen Gastgeber, der für andere Menschen bei sich zu Hause kocht. Unterstützt und gefördert wird das bürgerliche Engagement vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft und von der Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen (Bagso), zu dem von der Senioren-Union Wachtberg.

Gedanken über die Nachbarschaftstische macht sich die Gruppe bereits seit einem Jahr. Wie sie sind auch die Idee und das Konzept, dass Bürgerinnen und Bürger für die Älteren kochen und einladen, gewachsen. Die Organisatoren wollen einen Rahmen schaffen, bei dem sich alle Teilnehmer wohlfühlen.

Das ist gar nicht so leicht umzusetzen. Ein zu offizieller Rahmen schrecke laut Initiatorin Hilde Philippi viele ab. „Die Hürden, die die Senioren überwinden müssen, sind damit zu hoch.“ Auch nicht zu unterschätzen sei der Weg, sich zu einem Termin aufmachen zu müssen.

Die Unverbindlichkeit, so ist die Hoffnung, verspreche eine rege Teilnahme. So will man an genau diejenigen rankommen, die es am meisten betrifft. Nun haben auch die Gastgeber einen Rahmen erhalten, sich auszutauschen und von ihrer Erfahrung zu berichten. Ein erstes Treffen zusammen mit den Organisatoren fand jüngst statt. Einmal im Quartal will man sich wiedersehen, nächstes Mal am 4. Oktober ab 15.30 Uhr im Köllenhof am Marienforster Weg 14. Philippi und auch Ehrenamtskoordinatorin Katja Ackermann freuen sich über viele weitere Mitstreiter.

Es geht darum. das Wohlbefinden und die Lebensqualität, insbesondere der Älteren Menschen der Gemeinde, mit einer Einladung zu einer leckeren Mahlzeit zu erhöhen. Wie das genau vonstattengeht, legen die Gastgeber fest.

Informationen zum Projekt erhält man bei Ackermann unter 0228/350 26 23 7 oder 0160/90 50 17 16.

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