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Nachfolger in Tante Annas Lädchen: Nahversorger bleibt, Brötchen sollen kommen

Nachfolger in Tante Annas Lädchen : Nahversorger bleibt, Brötchen sollen kommen

Der Nachfolger in Tante Annas Lädchen öffnet nur noch vormittags. In Adendorf soll es ab dem 15. Januar wieder Brot geben.

Mit Schrecken hatten viele Villiper und Adendorfer von dem Aus für Tant Annas Lädchen und die Adendorfer Bäckerei zum Jahresende gehört. Während der ehemalige Betreiber in Villip früh mit möglichen Nachfolgern verhandelte und das Lädchen seit Montag wieder geöffnet ist, scheiterten erste Verhandlungen in Adendorf zur Fortführung des Brötchenverkaufs im Kiosk. Laut Kioskbetreiber Abdo Hamo soll es trotzdem künftig Brot und Brötchen bei ihm geben.

Einräumen, Kunden begrüßen, Gebäckverkauf und Bedarf abschätzen. Das fand am Montagmorgen im ehemaligen „Tant Annas Lädchen“ in Villip statt. Die leeren Regale sollen nach Möglichkeit bis zur kommenden Woche wieder gefüllt werden, sagte der neue Betreiber Thomas Klassmann, Nachfolger der Bäckerei und Konditorei Raths aus Bad Neuenahr. Auch die Zeitungen sollen dann wieder wie gewohnt verfügbar sein. „Wenn die Einschränkungen wegen Corona vorbei sind, dann wollen wir auch am Nachmittag wieder öffnen“, kündigte Klassmann an. Zurzeit stehen die Türen des einzigen Nahversorgers im Ort Montag bis Samstag von 6 Uhr bis 13 Uhr offen. An den Sonntagen bekommen die Villiper hier von 7.30 Uhr bis 11 Uhr Brötchen, Brot und viele Dinge des täglichen Bedarfs. „Unabhängig davon kann man hier auch hochwertige Konditoreiwaren wie Festtagstorten bestellen“, sagte Klassmann.

Seine Bäckerei-Filiale in Adendorf hatte der Konditor aus wirtschaftlichen Gründen zum 31. Dezember geschlossen. Allerdings zeichnete sich um die Jahreswende eine Lösung für den weiteren Vertrieb von Backwaren im ehemaligen Töpferort ab. Im Kiosk auf der Töpferstraße wollte Hamo zukünftig „alles, was man sich von einer Bäckerei wünschen kann“ anbieten. In den sozialen Medien und vor Ort erhielt er nach eigener Aussage viel Zuspruch für sein Vorhaben. Vor allem die weniger mobilen Menschen im Ort seien froh über die Aussicht auf die weitere lokale Versorgung. In den ersten Tagen des neuen Jahres warb ein Schild vor dem Kiosk bereits für die Eröffnung eines eigenen Bäckereibereichs ab Freitag, 15. Januar. In welcher Form das stattfinden wird, ist allerdings aktuell noch nicht klar. „Wir sind uns nicht handelseinig geworden“, sagte Klassmann dem General-Anzeiger.

Das bestätigte Hamo auf Anfrage des GA. Nachdem anfänglich die Zeichen günstig standen und eine Einigung theoretisch klar gewesen sei, habe man sich bei den vertraglichen Feinheiten nicht einigen können. Schließlich haben beide von einer Zusammenarbeit Abstand genommen, so Hamo. Trotzdem will er in den Kioskstandort investieren und die Nahversorgung mit Backwaren sichern, sagte der 68-jährige Gastronom. Dazu will er im Zweifelsfall auch weitere Ladenausstattung für den Kiosk anschaffen und mit einem anderen Bäcker zusammenarbeiten. Weitere Investitionen wie den Umbau des überdachten Eingangsbereichs hatte Hamo wegen der Pandemie verschoben. „Das wollen wir aber auch in diesem Jahr in Angriff nehmen, wenn die Einschränkungen vorbei sind und wir uns alle ein bisschen davon erholt haben“, sagte er.