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Holzemer Straße: Rätsel um Poststation in Wachtberg gelöst

Holzemer Straße : Rätsel um Poststation in Wachtberg gelöst

In der Holzemer Straße hat die Post in den vergangenen Wochen eine „Poststation“ aufgestellt. Das hatte im Ort für die Vermutung gesorgt, die Postfiliale werde schließen. Nun erklärt das Unternehmen, was es vor hat.

Für Rätsel und Spekulationen hatte das Verschwinden des Briefkastens in der Holzemer Straße vor einigen Wochen gesorgt. Noch mehr Gesprächsstoff bot die schrittweise Installation eines gelben Kubus mit Klappen, Display und Briefschlitz direkt vor der Postfiliale. Ein Aufkleber auf dieser ersten „Poststation“ Wachtbergs verspricht mehr Informationen im Internet. „Es ist eine Art erweiterte Packstation“, erklärte Achim Gahr, ein Unternehmenssprecher der Post.

Im Mai des letzten Jahres hatte erst die Postfiliale in Niederbachem für Schlagzeilen gesorgt, weil sie schließen sollte. Schließlich wurde für den Service rund um Brief und Paket laut Gahr auf der Konrad-Adenauer-Straße doch noch eine Lösung gefunden. Die bestehe nach wie vor. Im entgegengesetzten Teil Wachtbergs vermissten die Adendorfer kürzlich ihren Briefkasten. Der sei im Zusammenhang mit der Baustelle für die beiden Bushaltestellen „Adendorf Kirche“ demontiert worden, so Gahr. „Der wird wieder aufgebaut, wenn die Bauarbeiten abgeschlossen sind.“ Nun brodelte in Villip die Gerüchteküche. Die Postfiliale werde wegen des Automaten vor der Tür vermutlich schließen, hieß es.

„Nein, die Filiale bleibt“, stellte Gahr klar. Für keine der vier Filialen in Villip, Berkum, Niederbachem oder Pech soll es Veränderungen wegen der Poststation geben. Ein Zusatzservice, kein Ersatz stelle das Novum des Logistikunternehmens dar, betonte der Unternehmenssprecher. Damit können Postkunden künftig auch außerhalb der Öffnungszeiten der Filialen kontaktlos Porto kaufen, Briefe und Sendungen bis zu 31,5 Kilogramm Gewicht abgeben oder Pakete abholen. Bezahlen sei bequem bargeldlos mit allen gängigen EC- und Kreditkarten sowie über Mobile Payment möglich.

Einzig für die Abholung von Paketen ist eine Registrierung bei der Post inklusive eines Durchlaufs des sogenannten Postidentverfahrens notwendig. Alle anderen Dienste stünden dem Kunden vor Ort ohne Registrierung zur Verfügung. In NRW ist Wachtberg damit einer von 15 Standorten, an denen das Unternehmen laut Gahr die Akzeptanz dieser erweiterten automatisierten Dienstleistung testen möchte. Startklar sind die gelben Helfer ab Ende Januar. Als echter Ersatz wäre die Villiper Poststation ohnehin kaum geeignet, stellte eine Passantin vor Ort fest: „Da passen ja nicht allzu viele Pakete rein.“ Als Ergänzung hingegen hielt sie den Service trotzdem für sinnvoll.

Die Villiper Post öffnet weiterhin ihre Türen von Montag bis Freitag in der Zeit von 16 bis 18 Uhr und samstags von 11 bis 12 Uhr.