Tipps für Eltern Worauf man beim Radfahren mit Kindern achten sollte

Wachtberg · Wo lässt es sich in Wachtberg besonders gut mit Kindern Radfahren? Und auf was gilt es für Eltern dabei zu achten? Fahrradverein, Polizei und Verkehrswacht geben Tipps für Eltern und junge Radler.

 Viele Strecken auf der Apfelroute in Wachtberg bieten Gelegenheit zum Naturgenuss, zum Radeln-Üben und natürlich zu kleinen Pausen.

Viele Strecken auf der Apfelroute in Wachtberg bieten Gelegenheit zum Naturgenuss, zum Radeln-Üben und natürlich zu kleinen Pausen.

Foto: Petra Reuter

In den Pandemiejahren erlebte das Fahrrad einen ungeahnten Boom. Auch lange nach den Kontaktbeschränkungen genießen ganze Familien gerne per Drahtesel mit Kind und Kegel die Natur. Damit der Spaß zum Frühlingsbeginn mit den Kleinen sicher gelingen kann, geben der ADFC, die Polizei und die Verkehrswacht wertvolle Tipps.

„So früh wie möglich in sicherem Umfeld“ sollten die Kleinen sich mit dem Fortbewegungsmittel vertraut machen, befindet der Wachtberger Ortsgruppensprecher des ADFC Andreas Stümer. Er argumentiert: „Wenn die Kinder mit einem Laufrad anfangen, sind sie das Gleichgewicht-Halten schnell gewöhnt und auf dem Fahrrad schneller motorisch sicher.“ Um sich an das eigenständige Fahren zu gewöhnen, empfiehlt der Fachmann, den Nachwuchs vor dem Elternrad fahren zu lassen anstatt dahinter. „So hat man das Kinderrad immer im Blick und kann das Kind besser anleiten.“

Stehen dann die ersten Ausflüge an, könne man Spaß und Sicherheit gleich einplanen. „Wir haben in Wachtberg einige Strecken, auf denen man gut üben kann, aber auch anspruchsvollere Abschnitte“, so Stümer. Finden kann man die Tourenvorschläge auf dem Ortsplan der Gemeinde oder online unter www.radroutenplaner.nrw.de. Wer sich selbst nach der Winterpause nicht fit genug für Wachtbergs Hügel fühlt, sei mit den Miet-E-Bikes am EKZ oder dem Rathaus gut beraten, erinnerte der Ortsgruppensprecher an die jüngsten Mobilitätspotenziale in der Gemeinde.

In Wachtberg gibt es kaum Unfälle mit Kindern

Für die technische Sicherheit empfiehlt Stümer einen Fahrrad-Kurz-Check. Ob sich ein Kabel für die Lampen gelöst hat, die Lampen und Reflektoren einwandfrei funktionieren und vordere ebenso wie die hintere Bremse ihren Dienst zuverlässig tun, ist schnell geprüft. Ein genauerer Blick auf die Reifen enttarnt mögliche Gefahren wie zu geringe Profiltiefe oder poröse Mäntel. Auch wenn gerade Laien sich nicht gerne mit Gangschaltung und Kette befassen, sollte man die Apparatur dennoch einmal vollständig durchschalten. Zeigt die Kette keinen Rost und rasten die Gänge zuverlässig ein, können sich die Ausflügler mit dem Tritt in die Pedale auf ungehinderten und zuverlässigen Antrieb verlassen.

Neben der technischen Sicherheit und regelmäßiger Übung im sicheren Umfeld empfiehlt die Polizei, auf helle, reflektierende Kleidung zu achten und immer einen Helm zu tragen, so Pressesprecher Michael Beyer. Dass Wachtberg für radelnde Kinder eine recht sichere Umgebung ist, bestätigten die vorliegenden Unfallzahlen aus den Jahren 2021 und 2022 von Kindern bis zu 14 Jahren, so Beyer. Tatsächlich verunglückten in diesen Jahren jeweils zwei Radfahrer dieser Altersklasse, die Unfälle verliefen für den Nachwuchs glimpflich.

Üben, üben, üben ist auch der Tenor des Elternratgebers der Deutschen Verkehrswacht. Ob sicheres Bremsen auf verschiedenen Untergründen, das rechtzeitige Absteigen an Kreuzungen und Überqueren von Einmündungen oder das Fahren auf dem Gehweg bis zum vollendeten zehnten Lebensjahr – Sicherheit hat immer Vorrang.

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