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ÖPNV-Situation: Sammeltaxi wird zur Kleinbuslinie in Wachtberg

ÖPNV-Situation : Sammeltaxi wird zur Kleinbuslinie in Wachtberg

Die Ortsvertretung diskutiert die Busanbindung zwischen Wachtberg und Bad Godesberg und empfiehlt der Gemeinde ein Bündel an Maßnahmen - darunter auch eine neue Busverbindung von Pennenfeld über Berkum nach Godesberg.

Viele Diskussionen hat es um die Umgestaltung des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) in den vergangenen Monaten gegeben. In Bürgerinformationsabenden, Gesprächen, Planungen und gemeinsamen Ortsvertretungssitzungen hatte man Varianten erdacht, abgewogen, verworfen, geändert. Nun stimmte die Ortsvertretung Villip/Villiprott/Holzem über die bevorzugte Linienführung für die drei Orte ab.

In einer gemeinsamen Ortsvertretungssitzung von Pech, Villip, Villiprott und Holzem Ende Oktober hatte Christoph Groneck vom Rhein-Sieg-Kreis mehrere Varianten vorgestellt, von denen zwei in den Fokus der Bürger gerückt waren. Schwierigkeit waren und blieben die Haltestellen „Dorfplatz“ in Villiprott und „Bruch“ in Villip. Bei beiden fokussierten Varianten wären Baumaßnahmen entweder am Parkplatz neben der Villiper Kirche für die Herstellung eines Wendeplatzes oder an einer um einige hundert Meter verlegten neuen Haltestelle für den Bruch notwendig gewesen.

Die Probleme scheinen gelöst

In Zusammenarbeit mit Bürgern hatte der Rhein-Sieg-Kreis eine der Varianten, die in der engeren Wahl standen, weiterentwickelt, sodass diese Probleme aktuell gelöst scheinen. Die Weiterentwicklung wurde jetzt als Variante 1a in der Ortsvertretungssitzung vorgestellt. Demnach soll die von Meckenheim kommende Linie 855 weiterhin die Burgstraße in Villiprott, in Villip die Kirche, Kreuzgasse und Zwischen den Hüllen anfahren, ehe sie weiter über Pech mit den Haltestellen „Seibachstraße“ und „Huppenberg“ nach Bad Godesberg fährt.

Wie in der Variante 1 Ende Oktober vorgestellt, soll der derzeit verkehrende Taxibus in Zukunft als echte Linie 881 mit einem 30-sitzigen Kleinbus im 60-Minuten-Takt zwischen Pech und dem Einkaufszentrum pendeln. Dabei verbindet sie nach derzeitigem Wunsch in Pech den Nachtigallenweg, Am Langenacker, Huppenberg und Seibachstraße in Richtung Villiprott, wo der Dorfplatz und die Burgstraße angefahren werden. Weiter geht es dann in Villip über die Haltestellen „Kirche“, „Post“ und „Wachtbergweg“ nach Holzem (Heidegartenweg und Kranhofstraße), über den Haltepunkt „Haus Wülfing“ bis zum Einkaufszentrum.

Viele Bürger wollen den Erhalt der Haltestelle „Bruch“

Knackpunkt war auch bei den von Groneck Ende Oktober vorgestellten Varianten die Villiper Haltestelle „Bruch“, für deren Erhalt sich viele Menschen ausgesprochen hatten. Dieses Problem soll eine neue geplante Buslinie lösen, die von Bad Godesberg-Zentrum über Wachtberg bis Pennenfeld fährt. Die Busverbindung führt über Pech, Villip (Bruch, Post, Wachtbergweg), Holzem, Berkum (EKZ) zu den Schulen im Pennenfeld und zurück.

Diese Verbindungsstruktur brächte gleich mehrere Vorteile mit sich. Die Haltestelle „Im Bruch“ bliebe bestehen und würde künftig deutlich häufiger angefahren werden. Zudem gäbe es auch von dort eine direkte Verbindung nach Bad Godesberg. Die Schüler der Schulen im Pennenfeld profitierten durch direkte und häufigere Fahrten zwischen den Schulen und ihren Wohnorten, was auch den Wünschen des Jugendrats entgegenkäme. Da die ins Auge gefassten Baumaßnahmen am Kirchparkplatz oder für eine Haltestellenverlegung wegfielen, wäre diese Lösung auch im Sinne einer zügigen Umsetzung und belaste nicht die Gemeindekasse, hieß es.

Entsprechend einstimmig war die Empfehlung der Ortsvertretungssitzung, diese Variante in der Planung weiterzuverfolgen. Der Planungs- und Umweltausschuss diskutierte dieses Thema am Dienstagabend.