Land unterstützt Kommune mit 130.000 Euro Schub für die Wachtberger Ehrenamtsstrategie

Wachtberg​ · Die Gemeinde Wachtberg erhält vom Land einen weiteren Schub für ihre Ehrenamtsstrategie. Was mit dem Geld geschieht.

 Bei Scrabble gibt das Wort „Ehrenamt“ elf Punkte. Freiwilliges Engagement wird heute immer wichtiger.

Bei Scrabble gibt das Wort „Ehrenamt“ elf Punkte. Freiwilliges Engagement wird heute immer wichtiger.

Foto: Pixabay/Markus Winkler

Das Land Nordrhein-Westfalen unterstützt künftig 17 Kommunen mit einer fünften „Entwicklungswerkstatt für kommunale Engagementstrategien“ – darunter auch die Gemeinde Wachtberg mit 130.000 Euro. Das erklärte die Staatskanzlei des Landes in einer Pressemitteilung. Man fördere die 17 Kommunen von Olpe bis Düren, um im Land noch mehr zukunftsfähiges bürgerschaftliches Engagement zu entwickeln.

Die teilnehmenden Gemeinden würden in den kommenden eineinhalb Jahren gezielt für die Entwicklung passgenauer Strategien und Strukturen für die Förderung dieses Engagements qualifiziert, um die Aufgabe als „kommunale Engagementbeauftragte“ erfolgreich gestalten zu können.

„Wir wollen das bürgerschaftliche Engagement weiter stärken und als Säule unserer Gesellschaft festigen“, betont Staatssekretärin Andrea Milz. „Mit dieser speziellen Qualifizierung für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus kommunalen Verwaltungen gelingt es, zielgenau auf die aktuellen Bedarfe der Kommunen im Bereich der Engagementförderung einzugehen.“ Wie berichtet, ist Wachtberg aktuell mit der Umsetzung der Ende 2023 vom Gemeinderat verabschiedeten Engagementstrategie beschäftigt. Verantwortlich zeichnet die Ehrenamtskoordinatorin Katja Ackermann.

„Ein Maßnahmenplan für 2024 wurde aus dem Gesamtmaßnahmenkatalog heraus priorisiert erarbeitet und auf der Internetseite der Gemeinde Wachtberg veröffentlicht“, erläutert Ackermann nun auf GA-Anfrage den aktuellen Stand. Es gehe also in diesem Jahr um die weitere Anerkennung und Wertschätzung bürgerschaftlichen Engagements vor Ort, um den Ausbau der Unterstützungsangebote für die Ehrenamtskarten des Landes NRW sowie die weitere Vergabe der Karten, um Fortbildungsangebote, Austauschtreffen für ehrenamtlich Engagierte, Informationsangebote zu bürgerschaftlichem Engagement und den Ausbau der entsprechenden digitalen Plattform.

Kollegialer Austausch

„Die Entwicklungswerkstatt für kommunale Engagementstrategien des Landes NRW bietet uns als Gemeinde Wachtberg die Chance, unsere Engagementstrategie zu verfeinern und weiterzuentwickeln“, sagt Ackermann. In den kollegialen Austausch könnten also andere Blickwinkel, Erfahrungen und Perspektiven einfließen.

Sie freue sich sehr darauf, sich mit Kollegen aus anderen Städten und Gemeinden in diesem Bereich auszutauschen, zu vernetzen und voneinander und miteinander zu lernen. Denn die Erweiterung und Förderung von Methodenkompetenz für Ehrenamtskoordinatoren stellten ja einen Schwerpunkt der Entwicklungswerkstatt dar.

„Über den Tellerrand zu schauen, neue Projekte zum Beispiel im Bereich Seniorenarbeit in unserer Kommune anzugehen und zu entwickeln – dies sind Dinge, die ich mir auch von der Entwicklungswerkstatt erhoffe“, erläutert die Koordinatorin. Das bürgerschaftliche Engagement in der Gemeinde Wachtberg sei jetzt schon vielfältig, stemme zahlreiche aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen und sei eine unglaubliche Stütze im Zusammenleben der Gemeinde.

„Es ist wichtig, dass dies nachhaltig unterstützt und gefördert wird“, so Ackermann. Deshalb habe sich Wachtberg für die „Entwicklungswerkstatt für kommunale Engagementstrategien" des Landes NRW beworben und sei nun sehr froh, diese Chance der Teilnahme zu erhalten.

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