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Wege am Rodderberg: Spaziergänger ärgern sich über Autos

Wege am Rodderberg : Spaziergänger ärgern sich über Autos

Autos am Rande des Naturschutzgebiets? Kein Problem auf dem Rodderberg. Jetzt, wo es wieder wärmer ist, zieht es die Leute zu ihren beliebten Ausflugszielen hin. Eines davon ist der Rolandsbogen mit seiner spektakulären Aussicht aufs Siebengebirge und auf den Rhein, der am Dienstagabend auch zum Tanz in den Mai lockte. Doch auch jede Menge Spaziergänger sind am Wochenende auf der Vulkanstraße dorthin unterwegs.

So mancher von ihnen ärgert sich darüber, den Autos Platz machen zu müssen. Marc Mertens zum Beispiel weist auf das Durchfahrtsverbot von Niederbachem zum Rolandsbogen an Samstagen, Sonn- und Feiertagen hin. Er hat Fotos gemacht, um zu dokumentieren, "dass sich niemand dafür zu interessieren scheint".

Allerdings gibt es Ausnahmegenehmigungen, wie eine Mitarbeiterin des Restaurants Rolandsbogen mitteilt. So können sich die Gäste im Vorfeld anmelden und dann zur Gaststätte durchfahren. Das Kennzeichen müsse bei der Reservierung angegeben werden. Die sei allerdings für den Selbstbedienungsbereich am Rolandsbogen noch nicht möglich. "Wir suchen noch nach einer Lösung dafür", sagt die Mitarbeiterin.

Das Schild mit der Telefonnummer zu Reservierung im Restaurant kennt auch die Stadt. Sollte ein Autofahrer einmal auffallen und eine Verwarnung erhalten, dann lasse sich das mit der Buchführung im Rolandsbogen abgleichen. "Der Stadtordnungsdienst kontrolliert aber keinen fließenden Verkehr", sagt Elke Palm vom Presseamt der Stadt. Es lägen auch keine Anzeigen vor.

Somit liegt die Zuständigkeit bei der Polizei. "Das Problem wiederholt sich jeden Sommer", sagt Polizeisprecher Christoph Schnur. Schon öfter hätten sich Fußgänger bei der Polizei beklagt und auch auf der Wache in Bad Godesberg gemeldet. "Es finden regelmäßig Kontrollen an den Wochenenden statt", sagt Schnur. "Wir haben die Angelegenheit im Blick und nehmen die Hinweise der Bürger ernst."

Das einzige Problem: Die Polizei könne nicht ständig vor Ort sein. So fänden die Kontrollen statt, wenn es das Einsatzgeschehen erlaube. Wer übrigens unerlaubterweise über die Vulkanstraße entlang des Rodderbergs fährt, muss laut Polizei mit einem Bußgeld von 20 Euro rechnen.

Letztlich genießen die Spaziergänger vor allem an den Wochenenden die herrliche Aussicht über das Rheintal und dem Siebengebirge. Es lohnt sich auch, einen Abstecher über die Waldwege unterhalb des Rolandsbogens zu machen. Vor allem kurz vor Einbruch der Dämmerung lassen sich häufig dort Rehe beobachten, die oft neugierig die Nähe des Menschen suchen.