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Spende für die Villiper Wehr: Trainingsanzüge statt Schutzkleidung

Spende für die Villiper Wehr : Einsatzkräfte bekommen Trainingsanzüge statt kontaminierter Schutzkleidung

Fördervereinsmitglied Markus Schroetter spendet den acht Atemschutzträgern der Löscheinheit Villip Wechselkleidung für die Rückfahrt zum Gerätehaus. Immer häufiger sind nämlich die Schutzanzüge mit giftigen Dämpfen von Verbrennungsrückständen kontaminiert.

Rund 35 Kilogramm Ausrüstung schleppt jeder der acht Atemschutzträger der Freiwilligen Feuerwehr Villip bei Einsätzen mit sich. Kommen sie anschließend aus verrauchten Gebäuden zum Fahrzeug zurück, ist der Schutzanzug immer häufiger mit giftigen Dämpfen von Verbrennungsrückständen kontaminiert.

„Da sollte man so schnell wie möglich rauskommen“, sagt Löschgruppenführer Dominik Zorn. Damit die Helfer sich dann in warme und bequeme Kleidung hüllen können, spendete Fördervereinsmitglied Markus Schroetter von der Provinzial-Versicherung kürzlich für alle Atemschutzträger der Villiper Wehr komplette Trainingsanzugsätze.

„Durch die veränderten Bauweisen und den vermehrten Einsatz von Kunststoffen beim Hausbau“, so Zorn, „kommt es immer häufiger vor, dass die Kameraden auch bei kleineren Bränden Giftstoffen ausgesetzt sind.“ Die Entwicklung giftiger Dämpfe fange bei den Häusern heutzutage schon bei brennenden Dämmungen an, führt Feuerwehr-Pressesprecher Michael Ruck aus. Zudem träten in Einsatzszenarien bei Unternehmensbränden häufig giftige Stoffe aus.

Zum Schutz der Wehrleute setze sich die Vorgehensweise durch, die Kleidung der besonders stark belasteten Atemschutzträger sofort nach dem Einsatz in Plastik zu verpacken und der fachgerechten Reinigung zuzuführen, erklärt Löschgruppenführer Zorn.

Die Wachtberger Feuerwehr rückte in diesem Jahr bereits zu 57 Einsätzen aus. Davon waren 18 Mal die Villiper Kameraden dabei. Laut Pressesprecher Ruck liegt die Einsatzzahl für die Wachtberger Löschgruppen insgesamt zwischen 170 und 180 pro Jahr, Tendenz steigend.