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Stumpeberg in Berkum: Unbekannte verwüsten Grillplatz - Vandalismus

Ärger über Vandalismus : Unbekannte verwüsten Grillplatz am Stumpeberg in Berkum

Platzwart Oliver Becker ist fassungslos: Unbekannte haben den eingezäunten Grillplatz am Stumpeberg in Wachtberg-Berkum verwüstet. Sie beschädigten unter anderem ein Zeltdach und beschädigten das Toilettenhäuschen.

Unbekannte haben den eingezäunten Grillplatz am Stumpeberg in Berkum verwüstet. Der bei der Bevölkerung höchst beliebte Platz wird vom Feuerwehr-Föderverein der Löschgruppe Berkum betreut. Platzwart Oliver Becker, der auch aktives Mitglied der Löschgruppe ist, hatte die Schäden am Dienstag bei einem Kontrollbesuch entdeckt. Vor allem das Toilettenhäuschen des Grillplatzes wurde stark beschädigt, beispielsweise wurden Waschbecken zertrümmert. Zudem hatten die ungebetenen Gäste das Zeltdach eines Pavillons mittels eines größeren Astes schwer beschädigt und einen Baum auf den Grillplatz umstürzen lassen. Ferner ließen die Täter überall Müll zurück, kippten Sitzgelegenheiten um und hatten auch altes Büro-Mobiliar wie Stühle von dem Grubenrand auf den Grillplatz geschmissen. 

Wie der General-Anzeiger erfuhr, soll das Mobiliar aus dem benachbarten Schulzentrum stammen, und war dort eigentlich für den Sperrmüll bestimmt gewesen. Ein Anlieger, der das Gelände gut kennt und jeden Tag vor Ort ist, berichtete bei einem Ortstermin darüber, dass praktisch täglich ab 16 Uhr eine Gruppe von jungen Menschen auf dem Gelände zwischen Schulzentrum und dem Grillplatz unterwegs sei. Dabei würden sich die zwischen 16 und 20 Jahre alten Besucher oft nicht an die für das Schulgelände vorgeschriebene Maskenpflicht halten. Zudem würden sie immer wieder durch Aktionen wie das Schmeißen mit Steinen auf die Scheiben des Schulgebäudes auffallen. 

Darüber hinaus seien nach der Beobachtung des Zeugen immer wieder auch Drogen vor Ort konsumiert worden. Die Polizei habe bei einer Bestreifung des Geländes am Mittwoch vergangener Woche auch eine Reihe von Jugendlichen dort angetroffen und überprüft, so der Zeuge weiter. Davon weiß Michael Beyer, Sprecher der Bonner Polizei, nichts. Wohl aber seien der Polizei an dem besagten Mittwoch „umherziehende Jugendliche“ am Berkumer Gartencenter gemeldet worden. Weitere Erkenntnisse habe man aber nicht gewinnen können. 

Neben der Polizei ist nach Aussage des Anliegers auch das Ordnungsamt der Gemeinde seit Längerem über die Zustände vor Ort informiert. „Das geht hier schon seit Ausbruch der Corona-Krise vor rund einem Jahr so“, erklärte der Anlieger. Das bestätigt auf GA-Anfrage Benedikt Bungarten für die Gemeinde Wachtberg. So sei am vergangenen Wochenende die Rufbereitschaft in den Abendstunden insgesamt dreimal dort im Einsatz gewesen. Die dort angetroffenen Jugendlichen seien belehrt und verwarnt worden. Daraufhin hätten sie sich einsichtig gezeigt und das Gelände verlassen.

Die Berkumer Löschgruppe, wo man den Schaden auf dem Grillplatz auf rund 1000 Euro schätzt, hat derweil Anzeige bei der Polizei erstattet. Die ist laut Polizeisprecher Beyer auch aktenkundig, allerdings gehe man bei der Polizei von nur rund 100 Euro Schaden aus.

Wie Platzwart Becker zu berichten weiß, war der Grillplatz vor geraumer Zeit schon einmal von Vandalismus betroffen gewesen, allerdings sei es en letzten Jahren zu keinen gravierenden Vorkommnissen dieser Art mehr gekommen. Auch wegen der Abgeschiedenheit des Grillplatzes, der sich in Privatbesitz befindet, überlege man nun aber eine Videoüberwachung zu installieren.

Spaziergänger wie ein Ehepaar, das am Mittwoch am Stumpeberg mit seinen Hunden unterwegs war, zeigten sich fassungslos ob der Ereignisse und fragten spontan nach, wie man der Feuerwehr helfen könne. Becker erlebt derzeit ohnehin eine Welle der Solidarität, etwa auf seinen entsprechenden Post hin, den er in einem sozialen Netzwerk abgesetzt hatte. Die große Anteilnahme kann er erklären: „Ganz viele Leute kennen den Platz hier und haben ihn in guter Erinnerung.“ Und zwar nicht nur, weil dieser ausgesprochen schön liege, sondern auch, weil hier ganz viele Feste und Aktionen wie Ferienfreizeiten der Gemeinde stattgefunden haben, so Becker weiter. Darum seien jetzt viele  Berkumer „super angefressen von dem, was hier passiert ist“.