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Wachtberg-Adendorf: Raser am Ortseingang sollen gebremst werden

Sitzung des Ortsausschusses Adendorf : Begrünung soll Raser am Adendorfer Ortseingang bremsen

Der Ausbau der Haltestelle „Adendorf Kirche“ soll mit einer Schulwegsicherung umfangreicher werden als bei anderen Haltestellen. Eine Begrünung soll Raser am Ortseingang bremsen.

Unter den vielfältigen Themen im vergangenen konstituierenden Ortsausschuss Adendorf besprachen die Mitglieder unter anderem den Umbau der Bushaltestelle „Adendorf Kirche“ sowie die Problematik um die Raser am Ortseingang des Dorfes.

Einstimmig wählten die Ausschussmitglieder in der Schützenhalle unter Federführung des Altersvorsitzenden Jürgen Meinberg (FDP) Volker Gütten (CDU) zum Vorsitzenden und Jutta von der Gönna (Unser Wachtberg) zur seiner Stellvertreterin.

Umbau der Haltestelle „Adendorf Kirche“ ist aufwendiger

Ganz zu Beginn der Arbeiten für den barrierefreien Ausbau der Bushaltestelle an der Kirche hatte die Gemeindeverwaltung ursprünglich den März 2021 für die Fertigstellung im Blick. Die Arbeiten sind allerdings noch nicht fertiggestellt, sodass der Umbau nun im April abgeschlossen sein wird, informierte der Beigeordnete Swen Christian den Ausschuss. Der Umfang der baulichen Veränderungen sei wegen der zusätzlichen Schulwegsicherung größer als bei den anderen Haltestellenumbauten im Gemeindegebiet, erklärte er weiter. Nach der Fertigstellung sollen die Kinder der „Schule am Wald“ an einem neuen Überweg auf der Höhe der Feuerwehr direkt durch das Gässchen neben der Feuerwehr in die Straße „Auf der Hostert“ und von dort aus weiter zur Schule gehen können.

Bereich an der Kirche soll zu Baumscheibe umgestaltet werden

In diesem Zusammenhang wies Anne Heck-Hansen (CDU) darauf hin, dass die Grundschüler beim kürzlich erfolgten „Seitenwechsel“ der Baustelle Schwierigkeiten hatten, sich neu zu orientieren. Wegen des fehlenden Überblicks wussten die Kinder nach dem Ausstieg aus dem Bus nicht, wo man sicher zur Schule gehen konnte. Heck-Hansen bat darum, in solchen Fällen die Schule vorab zu informieren, um fallabhängig eine entsprechende Begleitung der Schüler zu ermöglichen. Unabhängig davon informierte Gütten über die Möglichkeit, einen bisher mit einem Poller abgesperrten, nicht als Parkplatz nutzbaren Bereich an der Kirche zur Baumscheibe umzugestalten.

„Irre schnell in den Ort hinein“ würden einige Verkehrsteilnehmer seit dem Umbau des Ortseingangs aus Richtung Arzdorf fahren, schilderte Karin Schicke (Grüne) ihre Beobachtungen der letzten eineinhalb Jahre. Sie schlug deshalb eine optische Veränderung auf der Verkehrsinsel mit kniehoher Begrünung als „verkehrsdämpfendes Instrument“ vor.

1992 kam es am Ortseingang zu einem tragischen Unfall

Schicke berichtete von in diesem Bereich oft querenden Kindergruppen und Familien auf ihrem Weg zum Spielen oder zum Spaziergang. Unweit der heutigen Querungshilfe ist 1992 bei einem Verkehrsunfall ein dreijähriges Kind verstorben. Kurze Zeit später baute man eine Verengung zur Verkehrsberuhigung. Diese Verengung wurde mit dem Umbau der ortsauswärts gerichteten Linksabbiegerspur wieder zurückgebaut.

Ein „Riesenthema“ sei die fehlende Begrünung in den vergangenen Sitzungen gewesen, sagte Gütten. Allerdings habe Straßen.NRW dies wegen des Pflegeaufwands abgelehnt. „Glücklich kann man über diese Situation nicht sein“, sagte Bürgermeister Jörg Schmidt (CDU) und stellte die Möglichkeit in den Raum, die Pflege über Patenschaften zu organisieren. Von der Gönna schlug vor, die Gemeinde bei diesen Arbeiten einzubeziehen. Einstimmig sprachen sich die Ausschussmitglieder für eine Empfehlung an die Verwaltung aus, Einflussmöglichkeiten aus Sicht der Gemeinde zu klären, sofern der Straßenbaulastträger eine grüne Gestaltung mitträgt.