Einsatz an Hans-Dietrich-Genscher-Schule Polizei gibt Entwarnung nach Großeinsatz an Wachtberger Schule

Update | Wachtberg · Zahlreiche Einsatzkräfte der Polizei sind am frühen Mittwochnachmittag zur Hans-Dietrich-Genscher-Schule nach Wachtberg-Berkum ausgerückt. Gleichzeitig wurde ein Messerangriff und eine verletzte Person in einer benachbarten Flüchtlingsunterkunft gemeldet.

Wachtberg-Berkum: Polizei im Großeinsatz an Schule - Bilder
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Polizei im Großeinsatz an Schule in Wachtberg-Berkum

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Foto: Axel Vogel

In Wachtberg-Berkum hat es am frühen Mittwochnachmittag einen Großeinsatz der Polizei gegeben. Zahlreiche Einsatzkräfte waren wegen eines Amokalarms an die Hans-Dietrich-Genscher-Schule ausgerückt. Zudem hatte es zuvor einen Messerangriff in einer benachbarten Flüchtlingsunterkunft gegeben.

Die Polizei wurde um 12.50 Uhr wegen des Messerangriffs in die Flüchtlingsunterkunft am Bollwerk gerufen. Nach Auskunft der Polizei hatte ein 32-Jähriger einen 37-Jährigen mit einem Messer angegriffen. Beide sind Bewohner der Unterkunft und kennen sich nach Auskunft der Polizei. Der Tatverdächtige flüchtete zunächst, konnte aber schnell gestellt werden. Der 37-Jährige wurde bei dem Angriff verletzt, schwebt aber nicht in Lebensgefahr.

Fast zeitgleich gingen bei der Polizei mehrere Notrufe ein, dass sich ein Schüler mit einem Messer in der Hans-Dietrich-Genscher-Schule aufhalten soll. Daraufhin wurde Amokalarm in der Gemeinschaftshauptschule ausgelöst. Die Polizei rückte mit einem Großaufgebot aus und riegelte das Areal weiträumig ab. Auch ein Hubschrauber und eine Drohne waren im Einsatz. Schüler und Lehrer blieben in ihren Klassenräumen, während Einsatzkräfte das Gebäude durchsuchten. Auch in der benachbarten Grundschule warteten die Schüler mit ihren Lehrern in den Klassenräumen. Vor den Schulgebäuden versammelten sich besorgte Eltern. Wie die Eltern und Anwohner die Situation erlebten, lesen Sie in diesem Hintergrundstück.

Ein Schüler wurde von den Einsatzkräften aus dem Gebäude geführt und ins Polizeipräsidium gebracht. Er soll dort angehört werden. In einem Raum wurde bei der Durchsuchung ein Messer gefunden. Nach Angaben der Kölner Polizei am Mittwochabend handle es sich bei dem Schüler um einen 14-Jährigen. Ob das sichergestellte Messer dem Schüler gehöre, sei Gegenstand aktueller Ermittlungen. Zudem bestehe nach aktuellem Stand kein Zusammenhang zwischen den beiden Vorfällen.

Nachdem bei der weiteren Durchsuchung keine Auffälligkeiten festgestellt wurden, führten die Einsatzkräfte die Schüler und Lehrer nach und nach aus den beiden Schulgebäuden. Die Kinder und Jugendlichen wurden jeweils vom Rettungsdienst begutachtet, bevor sie zu ihren Eltern gelassen wurden. Bei dem Einsatz wurde niemand verletzt.

Vor Ort waren auch vier Notfallseelsorger im Einsatz. Diese stehen auch in den kommenden Tagen Eltern und Kindern zur Seite. Der Schulunterricht soll nach jetzigem Stand am Donnerstag stattfinden, dort sollen die Ereignisse dann mit dem Lehrpersonal und den Seelsorgern aufgearbeitet werden.

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