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Wachtberg: Auto von Rheinhöhenfriedhof wird verschrottet

Fund in Wachtberg : Auto von Rheinhöhenfriedhof wird verschrottet

Lange Zeit stand ein Ford Focus herrenlos auf dem Rheinhöhenfriedhof in Wachtberg. Da die Gemeinde keinen Besitzer ausfindig machen kann, wird das Auto nun verschrottet. Erst aber darf die Feuerwehr nochmal ran.

Es wird wohl kein Happy End geben im Fall des herrenlosen Autos vom Rheinhöhenfriedhof. Wie Gemeindesprecherin Margrit Märtens am Donnerstag auf Anfrage mitteilte, habe sich der Eigentümer nicht gemeldet. Der silberne Ford Focus Turnier mit dem Kennzeichen RS AB-449 hatte wohl seit Juni 2020 auf dem Parkplatz zwischen Ließem und Oberbachem gestanden. 

Da sämtliche Scheiben zerstört waren, hatte die Gemeinde es auf dem Areal des Bauhofs „zwischengeparkt“ und im Dezember einen öffentlichen Aufruf gestartet. Das Straßenverkehrsamt des Rhein-Sieg-Kreises habe daraufhin bei den Remscheider Kollegen die Zwangsabmeldung des Autos beantragt. „Dies ist inzwischen erfolgt“, so Märtens. Zudem habe die Polizei mitgeteilt, dass es bezüglich des Autos keine offene Fahndung gäbe. „Somit kann das Auto nun entsorgt werden“, kündigt die Sprecherin an.

Eine Verwertungsfirma schlachtet das Auto aus

Vorher soll es aber noch gute Dienste leisten: Die Feuerwehr darf es zu Übungszwecken nutzen. Damit die Verwaltung nichts fürs Verschrotten zahlen muss, will sie das, was vom Ford übrig bleibt, an eine Firma geben, die es weiter verwertet.

Zur Frage, welche Kosten bislang entstanden seien, sagte Märtens: „Bisher nur rund 200 Euro für das Abschleppen des Autos vom Rheinhöhenfriedhof.“ Abschließend sei aber festzuhalten, dass derlei Verfahren „sehr, sehr viel Zeit und Aufwand“ für die beteiligten Sachbearbeiter bedeuten – auch das sind letztlich Kosten. So bleibt also offen, warum der Halter unauffindbar ist und weshalb er das Auto in Wachtberg abstellte. Am Heck-Aufkleber von Borussia Mönchengladbach dürfte es wohl nicht gelegen haben.