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Wachtberg: Dreharbeiten für ZDF-Krimi Friesland in Villa in Pech

Dreharbeiten in Wachtberg : „Friesland“-Kommissare ermitteln in Villa in Pech

Die Villa in Pech ist erneut Drehort für das Fernsehen: Im vergangenen Jahr haben Axel Prahl und Jan Josef Liefers in Wachtberg ermittelt, nun dreht Warner Bros. für den beliebten ZDF-Krimi „Friesland“.

Nachdem im vergangenen Jahr Axel Prahl und Jan Josef Liefers alias Thiel und Boerne in einer imposanten Villa in der Pecher Huppenbergstraße für ihren Münsteraner Tatort-Krimi „Lakritz“ vor der Kamera standen, stand die Immobilie am Montag abermals im Interesse eines großen Filmteams.

Dieses Mal hat Warner Bros. Television Production Deutschland Szenen für die erfolgreiche ZDF-Samstagskrimiserie „Friesland“ gedreht. Die spielt eigentlich im ostfriesischen Leer, dort hat die Filmcrew bis vor wenigen Tagen auch noch gedreht. Nun der Wechsel ins Rheinland.

„Von den vier Drehwochen verbringen wir in der Regel zwei in Ostfriesland. Die Villa wird im Film dann in Ostfriesland stehen“, sagte Motivaufnahmeleiter Paul Kröber dem GA. Die restlichen Aufnahmen entstehen dann meist in Köln und Umgebung – zumindest für die beiden neuen Folgen „Der große Waal“ und „Bis aufs Blut“.

Die Filmcrew hatte die Dreharbeiten im Vorfeld mit der Gemeinde Wachtberg abgestimmt, weshalb auch zwei große Halteverbotszonen im Wendehammer am Ende der Huppenbergstraße und auf dem Parkplatz vor der Turnhalle eingerichtet wurden. Auf dem dortigen Parkplatz waren die Maske, das Catering und auch die Team-Toiletten untergebracht.

In Pech wurden Szenen für die Folge „Der große Waal“ gedreht. In der Folge verschwindet Investmentmanager Johann Waal (Andreas Windhuks) bei einem Besuch in Leer spurlos. Kriminalhauptkommissar Brockhorst (Felix Vörtler) tobt, und Bestatter Habedank (Holger Stockhaus) hat ein Problem. Schließlich hatte er eine größere Summe für die Unternehmer-Witwe Vera Tillich (Tanja Seibt) in Waals Projekt, den „Friesland Valley Technologiepark“, investiert. Nun fordert die Dame ihr Geld zurück, doch das ist ebenfalls wie vom Erdboden verschluckt. Als Waal tot in Habedanks Leichenwagen entdeckt wird, wird dieser zum Hauptverdächtigen…

Die Dreharbeiten am Montag fanden nur in der Villa statt, Außendrehs standen nicht auf dem Programm. Passanten konnten von der Straße aus allerdings zahlreiches Film-Equipment entdecken: Unter anderem stand auf dem Gelände ein Polizeifahrzeug mit Filmkennzeichen.

Am ruhigen Drehort in der Huppenbergstraße hatte Paul Kröger nur eine Kritik: Es sei etwas eng. „Aber das wussten wir schon vorher“, sagte er. Umso wichtiger sei es gewesen, dass alle Hygienemaßnahmen zum Schutz vor der Ausbreitung des Coronavirus eingehalten wurden. Am Set gelte eine strenge Maskenpflicht, die Crewmitglieder können sich an vielen Standorten die Hände entsprechend desinfizieren. „Wir haben nun auch einen Hygienebeauftragten dabei und eine Reinigungsfachkraft, die immer wieder alle Flächen säubert und desinfiziert“, so Kröber. Selbst die Drehbücher wurden extra umgeschrieben, damit zwischen den Schauspielern mehr Platz ist.

In Pech drehten nach GA-Informationen drei Hauptdarsteller der Serie. Darunter Sophie Dal und Maxim Mehmet, beide spielen die Polizisten Süher Özlügül und Henk Cassens. Vor Ort sollte auch Bestatter Habedank gewesen sein, der von Holger Stockhaus gespielt wird. Am Wagen der Maske standen die entsprechenden Namen, Kröber wollte dies allerdings nicht bestätigen. „Das sind zu viele Details“, sagte er lachend.

Die Dreharbeiten für beiden Folgen dauern noch bis zum 16. Oktober, die Sendetermine stehen laut ZDF noch nicht fest.