Verschärfte Situation in Wachtberg Gemeinde hofft auf Entlastung durch Abschiebung von Flüchtlingen

Wachtberg · 60 der rund 350 Flüchtlinge, die derzeit von der Gemeinde Wachtberg betreut werden, sind abgelehnte Asylbewerber, die ausreisepflichtig wären. Wie geht man im Berkumer Rathaus damit um?

  Ein Flugzeug startet: Abschiebungen würden lauf Bürgermeister Jörg Schmidt seiner Kommune Wachtberg eine spürbare Entlastung bringen.

Ein Flugzeug startet: Abschiebungen würden lauf Bürgermeister Jörg Schmidt seiner Kommune Wachtberg eine spürbare Entlastung bringen.

Foto: dpa/Julian Stratenschulte

Vor dem Hintergrund der angespannten Situation auch in vielen Gemeinden des Kreises, was die Unterbringung von Flüchtlingen angeht, hatte auch Wachtbergs Bürgermeister Jörg Schmidt das viel beachtete Spiegel-Interview von Bundeskanzler Olaf Scholz Ende Oktober gelesen. „Wir müssen mehr und schneller abschieben“, war eine der Kernaussagen des Bundeskanzlers. Gerade auch mit Blick auf die Wachtberger Situation würde genau das aus Sicht von Schmidt seiner Kommune eine spürbare Entlastung bringen: Immerhin sind rund 17 Prozent – derzeit 60 der rund 350 Flüchtlinge, die derzeit von der Gemeinde Wachtberg betreut werden – abgelehnte Asylbewerber, die ausreisepflichtig wären. Bis zur Ausreise gelten diese Personen als geduldet. Einige davon leben bereits seit Jahren in Wachtberg.