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Wachtberg: Rat hebt Deckelung für OGS-Gruppen auf

Deckelung für Grundschulen aufgehoben : Wachtberg bewilligt größere OGS-Gruppen

Die Träger der Offenen Ganztagsschulen (OGS) in Wachtberg haben jetzt mehr Planungssicherheit. Der Rat hat beschlossen, die Deckelung für die Grundschulen aufzuheben. Bislang können pro Gruppe maximal 28 Kinder aufgenommen werden.

Die Träger der Offenen Ganztagsschulen (OGS) in Wachtberg haben jetzt mehr Planungssicherheit. Nach dem Bildungsausschuss hat nun auch der Rat mit Mehrheit beschlossen, die seit 2015 bestehende Deckelung der OGS-Plätze aufzuheben. Bisher können je Gruppe maximal 28 Kinder aufgenommen werden.

Sowohl Eltern und Grundschulleitungen wie auch die Träger, der Awo-Verein Betreute Schulen und die Katholische Jugendagentur (KJA) Bonn, hatten sich  diesen Schritt gewünscht. Die Gemeinde Wachtberg hatte keine Bedenken geäußert, da die Finanzierung der OGS bereits 2017/18 von der Gruppen- auf die Pro-Kopf-Finanzierung umgestellt worden war.

Bauchschmerzen haben allerdings weiterhin die Grünen. „Mir wäre es wichtig, bei der Aufhebung der Deckelung hinzuzufügen ‚Unter Beibehaltung des Personalschlüssels’“, sagte Oliver Henkel. Denn, so der Fraktionsvorsitzende, es müsse doch sichergestellt sein, dass dem Mehr an OGS-Schülern auch ein Mehr an Betreuern zur Verfügung stünde.

Helga Frohberg (FDP) meldete ebenfalls Bedenken an. „Wir geben alle Kontrolle auf“, meinte die Fraktionsvorsitzende und schlug vor, es auf ein oder zwei Jahre zu begrenzen. „Dann könnte man gucken, ob man mit Personal und Räumen hinkommt“, so Frohberg. Beides, so Manuel Lengrüsser (Grüne), stimme schon jetzt nicht, sei seine Rückmeldung des Personals.

 Ihn wundere die grundsätzliche Diskussion trotz Empfehlung des Fachausschusses schon sehr, sagte dagegen Bernd Becker (SPD). Und Hartmut Beckschäfer (CDU) betonte: „Die Gesetze gelten doch weiterhin.“  Schließlich seien doch Vertreter der Träger und der Schulen in der Ausschussitzung gewesen und hätten sich für den neuen Ansatz ausgesprochen. „Und es bedeutet ja eben nicht einen Anspruch für alle Kinder und für alle Zeit“, so Beckschäfer weiter.

Wobei man ergänzen könnte, vorerst nicht. Denn wie Bürgermeisterin Renate Offergeld noch einmal ausführte, gehe es nicht nur um eine Wunscherfüllung. „Wir müssen dem Rechtsanspruch auf einen OGS-Platz ab 2025 den Weg bereiten“, sagte Offergeld.

Henkel warb trotzdem noch einmal für seinen Ansatz, den Beschluss zumindest leicht abzuwandeln. „Schließlich bekommen die Betreiber doch pro Kind Geld, dann haben sie auch die Möglichkeit, den Personalschlüssel anzupassen“, so Henkel. Deshalb stimmte seine Fraktion auch als einzige gegen die ursprüngliche und damit angenommene Verwaltungsvorlage. Seinem Zusatz hingegen verweigerte anschließend das Gros der Ratsmitglieder die Gefolgschaft.