Übersicht über Programm Das erwartet die Besucher bei den Wachtberger Kulturwochen

Wachtberg · Die Wachtberger Kulturwochen gehen in die 17. Runde. Sie versprechen ein abwechslungsreiches Programm quer durch die Wachtberger Kunst- und Kulturszene.

 Anny Ogrezeanu ist beim Auftaktkonzert der Wachtberger Kulturwochen dabei. Das Foto zeigt die Gewinnerin von „The Voice of Germany 2022“ bei einem Konzert auf dem Kunstrasen.

Anny Ogrezeanu ist beim Auftaktkonzert der Wachtberger Kulturwochen dabei. Das Foto zeigt die Gewinnerin von „The Voice of Germany 2022“ bei einem Konzert auf dem Kunstrasen.

Foto: Ingo Firley

Einen Sommer ohne die Wachtberger Kulturwochen vermag sich wohl kaum jemand im Drachenfelser Ländchen vorzustellen. Vor knapp 20 Jahren ging das Format an den Start, seither hat es – von einer Corona-Pause abgesehen – jährlich viele Kulturbegeisterte angezogen. Nun gehen die Kulturwochen unter dem Motto „Kultur leben“ bereits in die 17. Runde. Und versprechen wie die Jahre zuvor ein abwechslungsreiches Programm quer durch die lokale Kunst- und Kulturszene.

Die Idee zu den Kulturwochen hatte – mit Unterstützung einiger anderer – Organisatorin Marlies Frech. 2006, so erinnert sie sich, hörte das Wachtberger Kulturforum auf, der Bereich fiel in die Hände der Gemeinde zurück. Man habe dann die regionalen Künstler eingeladen, so Frech. „Wir haben in einer Art Workshop darüber gesprochen, was sie sich von der Kulturarbeit erwarten.“ Schnell war klar, dass man sich ein Format wünschte, in dem sich alle Künstler präsentieren können. Die Idee zu den Kulturwochen war geboren.

Mit 15 Veranstaltungen ging man an den Start. „Wir haben auch ein Volksfest mit hineingenommen“, erinnert sich die Organisatorin. Das Konzept setzte sich durch. Und wuchs immer weiter. Heute finden sich in dem 52 Seiten starken Programm mehr als 100 Veranstaltungen, darunter – zieht man die Wiederholungen einmal ab – circa 70 verschiedene, so Frech.

Los geht es in diesem Jahr am Freitag, 28. Juni. Dann steht Anny Ogrezenau, die Gewinnerin von „The Voice of Germany 2022“ auf der Bühne im Atelier Franke, Ließemer Straße 3. Beginn ist um 19 Uhr. Wer dabei sein möchte, muss sich allerdings anmelden, und zwar per E-Mail an marlies.frech@wachtberg.de.

Davon abgesehen sei es schwierig, einzelne Veranstaltungen hervorzuheben, sagt Frech. „Eigentlich finde ich alles schön“, stellt die Organisatorin fest. Aber wenn sie müsste? Frech überlegt. Und hat dann doch einige Tipps parat.

Die Ausstellung „Wachtberg im Quadrat“ der Ateliergemeinschaft „18/80“ ist ein solcher. „Da sind einfach viele dabei“, sagt Frech. Verschiedene Künstlerinnen präsentieren an der Töpferstraße 80 eine Installation von mehr als 170 Bildern mit Motiven und Ideen aus Wachtberg in unterschiedlichen Stilrichtungen.

Durch die Garage ins Paradies

Auch „Im Garten mit Freunden“ ist einen Besuch wert. Am Samstag, 29. Juni, öffnet Familie Grimm ihren Garten an der Konrad-Adenauer-Straße 58 a von 12 bis 18 Uhr. Was den Charme ausmacht, liegt für Frech auf der Hand. „Man geht durch die Garage hinein, und dann ist man in einem kleinen, zauberhaften Paradies.“ Ebenfalls am 29. Juni (sowie am 30.) gibt es die Ausstellung „Orte des Alltags - das Besondere im Gewöhnlichen“ im Atelier MOJA, Mehlemer Straße 18c. Die Werke der Künstlergruppe Art Azzurri sind jeweils von 11 bis 18 Uhr zu sehen.

„Aller Coleur Kunst und Musik mit pique-nique“ an der Fritzdorfer Mühle kommt ihr ebenfalls in den Sinn. „Die Idee finde ich einfach klasse.“ Am Samstag, 13. Juli, von 11 bis 19 Uhr, gibt es Schmuck, Fotografie, Wein und mehr.

Am Sonntag, 14. Juli, gehen die Kulturwochen dann mit einem Abschlusskonzert mit dem „Trio KoRio“ zu Ende. Zu hören sind Werke von Martinú, Chopin, Borne, Vilaa-Lobos und Piazzolla. Beginn ist um 17 Uhr im evangelischem Gemeindehaus an der Bondorfer Straße 18 in Niederbachem.

Dann wird Marlies Frech vermutlich eine kleine Träne verdrücken. Denn die 17. Kulturwochen sind gleichzeitig ihre letzten. „Eigentlich habe ich gedacht, dass ich mit den Kulturwochen volljährig werde“, so die Organisatorin, die in diesem Jahr in Rente geht. Doch Corona habe ihr einen Strich durch die Rechnung gemacht. „Es wird mir alles sehr fehlen“, stellt Frech fest. Allerdings werde sie dem Format treu bleiben. Denn als Besucherin bleibt sie auf jeden Fall dabei. „Dann habe ich genauso viel Spaß wie jetzt, aber keine Verantwortung mehr“, sagt sie mit einem Augenzwinkern.

Der Eintritt zu den Veranstaltungen ist frei, teilweise ist eine Anmeldung notwendig. Das Programm gibt es online auf wachtberg.de, in Papierform liegt es Geschäften, Arztpraxen, Apotheken und im Rathaus in Berkum aus.

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