Sohn ist heute schwerstbehindert Wachtberger soll sein vier Monate altes Kind geschüttelt haben

Wachtberg · Ein Mann aus Wachtberg steht seit Donnerstag wegen schwerer Körperverletzung vor dem Bonner Landgericht. Er soll seinen damals vier Monate alten Sohn geschüttelt haben. Dieser ist heute schwerstbehindert.

Der angeklagte Vater mit seinem Rechtsanwalt Andreas Föhr.

Der angeklagte Vater mit seinem Rechtsanwalt Andreas Föhr.

Foto: Leif Kubik

Das Bild, das die 52-jährige Altenpflegerin als Zeugin vor Gericht von ihrem Pflegekind zeichnete, zeugt von schwersten Entwicklungsverzögerungen: Auf dem Stand eines ein- bis viermonatigen Säuglings sei der Junge, der vor drei Wochen seinen sechsten Geburtstag feierte. Über die Ursache der Behinderung wird seit diesem Donnerstag vor der 1. Großen Strafkammer am Bonner Landgericht verhandelt. Die Staatsanwaltschaft geht in ihrer Anklage davon aus, dass der Vater den damals viermonatigen Säugling am 7. Mai 2018 derart stark geschüttelt hat, dass der Junge das Bewusstsein verlor und mit einem Rettungswagen in die Universitätsklinik auf dem Venusberg gebracht werden musste. Irreversible Gehirnverletzungen führten zu einer bleibenden geistigen Behinderung. Der heute 31-jährige Vater muss sich nun wegen Misshandlung von Schutzbefohlenen und schwerer Körperverletzung verantworten.