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Hang- und Bachsanierung: Wasserbausteine sollen Mehlemer Bach schützen

Hang- und Bachsanierung : Wasserbausteine sollen Mehlemer Bach schützen

Gute Nachrichten für die Gemeinde: Jetzt wird ein weiterer, letzter großer Schaden beseitigt, den das Unwetter 2016 im Drachenfelser Ländchen angerichtet hat.

Seit Anfang der Woche ist am beziehungsweise im Mehlemer Bach nahe der L 123 vis- à-vis des Dächelsbergs eine Wasser- und Tiefbaufirma mit schwerem Gerät wie Baggern im Einsatz. Allerdings habe sich der Beginn der Arbeiten um rund einen Monat verzögert und die beauftragte Wasser- und Tiefbaufirma sei erst nach erneutem Drängen an der Baustelle eingetroffen: „Das ist leider ein Problem, dass wir derzeit des Öftteren haben“, erklärte gestern Werner Engels: „Viele Firmen haben derzeit einfach zu viel zu tun.“ Engels ist Projektleiter bei dem für die Maßnahme zuständigen Euskirchener Büro des Landesbetriebs Straßen NRW. Er hofft trotzdem, dass die Arbeiten bis zum Ende des Jahres erledigt sind. Veranschlagt seien für die Sanierungsarbeiten rund 250.000 Euro.

Es geht um eine erneute Hang- und Bachsanierung eines ökologisch besonders wertvollen Teilstücks des Mehlemer Baches. Dabei will man laut Engels nun aber anders vorgehen, als bei der letzten Hangsanierung, um im Falle eines erneuten Unwetters ähnliche Schäden zu vermeiden. Eine zentrale Rolle spielen dabei laut Projektleiter Engels riesige tonnenschwere Wasserbausteine, die bereits auf der Baustelle angeliefert werden.

Zur Erinnerung: Im Frühjahr 2016 hatte Straßen NRW dieses Bach- und Hangstück gerade für rund 260.000 Euro sanieren lassen, als wenige Wochen später am 4. Juni die Wassermassen den sanierten Hang in weiten Teilen zerstörten. Vor allem waren gerade erst ins Bachbett eingebrachte Gabionen, die für Stabilität sorgen sollten, aufgerissen beziehungsweise weggerissen worden.

Ein solches Szenario soll jetzt vermieden werden, weshalb vor allem teils tonnenschwere Wasserbausteine zum Einsatz kommen, so Fachmann Engels. Zudem werden bei der Maßnahme auch die Bachsohle hergerichtet und eine Drainage verlegt.

„Es gibt für alles eine exakte Planung, wie die Schäden endgültig beseitigt werden“, betonte Wener Engels. Diese Planung sei natürlich im Vorfeld der Arbeiten auch mit allen beteiligten Behörden abgestimmt worden. Schließlich gilt der Bachbereich als ökologisch sensibel, weil dort beispielsweise seltene Vogelarten wie der Eisvogel nisten.