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Werthhovener bemängeln schlechte Straßen und abgeklemmte Laternen

Kritik von Anwohnern : Werthhovener bemängeln schlechte Straßen und abgeklemmte Laternen

Einige Bürger bemängeln schlechte Straßen und abgeklemmte Laternen in Werthhoven und fordern die Gemeindeverwaltung zum Handeln auf.

Bekanntlich haben sich wegen der Corona-Pandemie auch in Wachtberg die neuen Ortsausschüsse nach der Kommunalwahl im vergangenen Jahr noch nicht konstituieren können. Folglich staute sich im Laufe der Monate in den einzelnen Orten eine Reihe von Fragen und Problemen bei den Bürgern an. Beispielsweise in Werthhoven. Norbert Forst hat mit einigen Gleichgesinnten einige Punkte aufgelistet. Der General-Anzeiger fragte bei der Verwaltung nach.

So moniert Forst, der selber Anlieger der Birresdorfer Straße ist, dass die dortigen Straßenlaternen bereits seit Wochen nicht mehr leuchten. Grund dafür ist laut Verwaltung eine defekte Kabelstrecke: „Diese wurde abgeklemmt“, erklärt Gemeindesprecherin Margrit Märtens. „Mit Hilfe eines Messwagens wurde die Fehlstelle geortet.“ Die zur Behebung der Fehlstelle notwendigen Tiefbauarbeiten hätten sich durch ein hohes Arbeitsaufkommen sowie wegen der schlechten Witterung leider verzögert. Der Schaden sei aber inzwischen behoben, so Märtens weiter.

Ein weiterer Kritikpunkt ist auch die Straßenreinigung auf der Birresdorfer Straße: Wegen Grasbewuchses und parkenden Autos sei das Reinigungsergebnis dort ungenügend, sagt Forst, der bei seinen Kritikpunkten auch Unterstützung von anderen Bürgern, wie dem gebürtigen Werthhovener Hugo Witt, bekommt. „Das ist ein dauerhaftes und kaum zu lösendes Problem“, sagt Märtens. Allerdings hätten die Gemeinde Beschwerden in Bezug auf die genannte Straße in den vergangenen Monaten nicht erreicht.

Anwohner kritisieren Verkehrssituation auf der Birresdorfer Straße und Ahrtalstraße

Ein unveränderter Kritikpunkt bleibt für Forst allerdings die Verkehrssituation auf der Birresdorfer Straße und Ahrtalstraße. Er sagt: „Zu viele parkende Autos machen eine Durchfahrt schwierig, vor allem für die Busse.“ Zudem gebe es Probleme mit Autofahrern, die zu schnell unterwegs seien. Er regt daher an, über die Einrichtung einer Tempo-30-Zone nachzudenken. Auch aus Sicht der Werthhovener UWG-Politikerin Doris Arenz ist das ein leidiges Thema. Sie rät, in der Debatte auch an die Busfahrer zu denken, und an Möglichkeiten, die ihnen auf dieser Straße das Fahren leichter machen würden: „Ich denke, dass sie sagen werden, dass hinter der Ecke Ahrtalstraße/Weißer Weg - vom Spielplatz aus gesehen - es ein großes Parkverbot geben sollte, damit sie halt besser mit dem großen Bus um diese Ecke kommen und somit kein Auto aus der Gegenrichtung behindern."

„Im Rahmen der durch die Gemeindewerke AöR in Werthhoven durchgeführten umfangreichen Hochwasserschutzmaßnahmen wurde auch die Ahrtalstraße/Birresdorfer Straße ausgebaut“, führt Gemeindesprecherin Märtens aus. Dazu gehörten beispielsweise auch eine barrierefreie Haltestelle und Gehwege sowie Kantensteine. „Aufgrund der dadurch veränderten räumlichen Gegebenheiten erfolgte nach einer neuen Bewertung der Straße durch das Straßenverkehrsamt des Rhein-Sieg-Kreises auch eine neue Beschilderung wie Halteverbote.“

Das Problem von zu vielen dort parkenden Autos und nur beengtem Durchkommen der Busse habe sich seitdem erledigt, stellt die Gemeindesprecherin klar. Eine Prüfung, ob infolge der nun „freien“ Straße dort jetzt die Autos zu schnell fahren und ob die Einrichtung einer 30er-Zone möglich ist, liege beim Straßenverkehrsamt in Siegburg.

Zustand der Straßen ist vor allem für Radfahrer gefährlich

Handlungsbedarf besteht aus Sicht des leidenschaftlichen Radfahrers Witt zudem im Hinblick auf Gebäude- und Straßenschäden auf der Birresdorfer Straße und Ahrtalstraße. Diese Schäden seien vor allem für Radfahrer gefährlich, moniert er. „Gerade nach der Winterzeit und den häufigen Frost-Tau-Wechseln mehren sich die Schäden“, sagt Märtens. „Derzeit wird ein Sanierungsprogramm für das Frühjahr aufgestellt, mit dem die akuten Straßenschäden behoben werden können.“ Aufgrund der knappen verfügbaren Finanzmittel werde sich die Regulierung der Schäden in den allermeisten Fällen auf die Stellen begrenzen müssen, „die gleichzeitig auch eine Verkehrssicherheitsgefahr darstellen“.

Auch die Situation an der Jakobuskapelle ärgert Forst immer wieder: Der gepflasterte Weg zur Kapelle werde oft von Autos zugeparkt, so seine Kritik. Recht bekommt er von Arenz: "Es sollten an der Kapelle ein oder zwei Parkplätze nur für Besucher der Kapelle eingerichtet werden." Schließlich gebe es ältere Menschen, die nicht mehr gut zu Fuß seien. Sie schlägt vor, dass die Gemeinde Parkplätze auf dem Gelände der abgebrannten Lagerhalle ausweist, die derweil keinen Eigentümer mehr hat. Zudem hält Forst eine entsprechende Verbotsbeschilderung an der Kapelle für sinnvoll. „Hierzu liegt uns bisher keine Anfrage seitens der Bürgerschaft vor“, so Märtens. „Aber auch in diesem Fall wäre das Straßenverkehrsamt zuständig.“ Es müsste also ein Termin mit dem Straßenverkehrsamt, der Polizei und der Gemeinde Wachtberg vorgegeben werden, um die Situation gemeinsam vor Ort zu prüfen und gegebenenfalls die Beschilderung neu zu bedenken.